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Regie: Georg Schmiedleitner Schauspiel von Tom Lanoye DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG Karten und Infos unter www.staatstheater.nuernberg.de Zum Inhalt: Den giftigen Saft der Tollkirsche, Atropa Belladonna, träufelten sich die Frauen für einen träumerischen Blick in die Augen. Die griechische Schicksalsgöttin Atropos, "die Unerbittliche", zerschneidet den Lebensfaden und bestimmt die Todesart, in "Atropa" spielen die Männer Schicksal: Agamemnon, der Oberbefehlshaber der Griechen im Trojanischen Krieg sollte Vater sein, Ehemann, Bruder und Schwager. Er ist zum Kriegstreiber geworden, der seine und die Familien des Feindes zerstört. Iphigenie, Klytaimestra, Helena, Hekabe, Andromache und Kassandra stehen dem Mächtigen gegenüber und mit ihnen ihre individuellen Geschichten von der Kehrseite der Sonne: Im Krieg hat der Einzelne keine Bedeutung, zerrieben zwischen Weltkonzepten und Eroberungsstrategien, zwischen Heldengefasel, Machtfülle und Machtmissbrauch, wird er zum Ohnmächtigen. "Atropa" amalgamiert die griechischen Atriden-Tragödien mit Reden heutiger Kriegsstrategen; fasst den hohen Tragödienton mit der Rhetorik eines Bush oder Rumsfeld in Alexandriner-Verse. Entstanden ist eine verstörende Klage über die Kämpfe der Kulturen in der Antike und im Heute aus der Perspektive der Frauen, deren Lebensfäden durch die männliche Kriegslogik zerrissen sind. Nach der gefeierten "Orestie" setzt Regisseur Georg Schmiedleitner seine Ausein¬andersetzung mit der antiken Tragödie im postmodernen Gewand fort. Tom Lanoye, belgischer Theatermacher und virtuoser Vergegenwärtiger archaischer Stoffe, ist ihm dabei kein Unbekannter: Schmiedleitner inszenierte Lanoyes "Margaretha di Napoli", einen Teil der großen Shakespearebearbeitung "Schlachten", und die deutschsprachige Erstaufführung von "Mamma Medea" im Schauspielhaus. "Atropa - Die Rache des Friedens" wurde von den führenden belgischen Tageszeitungen zum "Stück des Jahres 2008" gewählt.