У нас вы можете посмотреть бесплатно 💚 Das grüne Sofa | Dr.med. Sabine Keim - Frauenprobleme - Mein Bauch, mein Beckenboden und ich или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
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In dieser Folge des Grünen Sofas spricht Frau Dr. Sabine Keim mit Susanne Rohrer im wunderschönen Klinikcafé unseres Helios Klinikums München West über Beckenbodenprobleme und Endometriose. Der aufrechte Gang des Menschen führt in punkto Beckenboden zu Problemen – wird er über längere Zeit stark belastet, wie es bei einer Schwangerschaft oder Geburt der Fall ist, kann es zu einer Absenkung der inneren Organe kommen. Der Beckenboden besteht aus Knochen, Bindegewebe und fünf verschiedenen Muskeln, und er hat drei Öffnungen. Er muss weich sein, damit Kinder geboren werden können, was aber andererseits die besagten Probleme begünstigt. Nach der Geburt oder anderen Verletzungen beim Skifahren oder Skateboarden, können unter dem Mikroskop Mikrofaserrisse in der Muskelstruktur nachgewiesen werden. Diese feinen Risse vernarben, und Narbengewebe ist nicht mehr so elastisch, was dazu führt, dass die stabilisierende Funktion der Muskeln verlorengehen, sich Blase und Gebärmutter absenken und es zu verschiedenen Problemen, unter anderem Inkontinenz, kommen kann. Neben verschiedenen Behandlungsansätzen ist Prophylaxe das Wichtigste – Physiotherapeut:innen empfehlen schon vor der Geburt verschiedene Übungen. Sport und Bewegung sind ebenfalls während der Schwangerschaft nicht verboten, sondern, im Gegenteil, unbedingt zu empfehlen. Aber auch trotz Training kann der Beckenboden irgendwann Probleme bereiten. Dann ist es besonders wichtig, in guten Händen zu sein und sich gut beraten zu lassen. Es gibt nämlich eine Bandbreite an operativen Möglichkeiten, die minimalinvasiv und ohne Vollnarkose durchgeführt werden können, um Frauen auch in höherem Alter ein großes Stück Lebensqualität zurückzugeben. Die typische Kombination aus Absenkung der Gebärmutter und Blase lässt sich ohne Einsatz von Fremdgewebe und mittels Rückenmarksnarkose ohne Altersabgrenzung und Komorbiditäten uneingeschränkt empfehlen. Auch hier gilt: Je eher Sie kommen, desto besser. Dr. Keim nennt die Endometriose das „Chamäleon der Frauenheilkunde“ – weil sich die Symptome nur schwer von anderen Krankheiten abgrenzen lassen und das Krankheitsbild in der Gesellschaft leider noch nicht sichtbar genug ist. So dauert es im Schnitt immer noch bis zu 8 Jahre, bis eine Endometriose diagnostiziert wird. Obwohl jede zehnte Frau betroffen ist! Das liegt zum großen Teil noch an der Stigmatisierung der Erkrankung und dem Tabuthema Regelschmerzen. Dabei ist es wichtig, so früh wie möglich eine Behandlung einzuleiten, um Spätfolgen zu vermeiden. Bei jeder Regel mehrere Tage flachzuliegen und ohne Schmerztabletten gar nicht auszukommen, ist nicht normal. In solchen Fällen sollte unbedingt eine Frauenärztin oder ein Frauenarzt aufgesucht werden. Endometriose ist die Verlagerung von Gebärmuttergewebe in den Bauchraum, in seltenen Fällen sogar bis in die Lunge. Wie kommt das zustande? Die Gebärmutter besitzt über die Eileiter eine Verbindung in den Bauchraum. In den Eileitern sitzen winzige Härchen, die Monat für Monat das gesprungene Ei in die Gebärmutter winken. Bei Endometriosepatient:innen winken die Härchen jedoch in die falsche Richtung, sodass Gebärmutterschleimhaut in den Bauchraum transportiert wird. Da diese Schleimhautherde denselben hormonellen Schwankungen wie die Gebärmutter unterliegen, kommt es jeden Monat zu Blutungen und Schmerzen außerhalb der Gebärmutter. Dabei handelt es sich um einen angeborenen genetischen Defekt, eine gutartige Erkrankung, die jedoch chronisch und sehr schmerzhaft verläuft. Charakteristisch ist, dass die Schmerzen schon VOR dem Einsetzen der Regelblutung beginnen. Frauen, die von Endometriose betroffen sind, leiden unter chronischen Schmerzen und haben oft Probleme beim Kinderkriegen. Wenn Endometriose diagnostiziert wurde, ist sie jedoch recht gut in den Griff zu kriegen. Durch eine Operation kann Bindegewebe aus dem Bauchraum entfernt werden und mittels der Langzeitpille der Entstehung von erneutem Bindegewebe entgegengewirkt werden. Besteht ein Kinderwunsch, sollte so früh wie möglich mit dem Kinderwunschzentrum Kontakt aufgenommen werden.