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Psychisch krank, fürs Leben gestempelt - Club vom 02.12.2014 10 лет назад


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Psychisch krank, fürs Leben gestempelt - Club vom 02.12.2014

Psychisch Kranke leiden doppelt - unter ihrer Krankheit und der Stigmatisierung. Sie ecken an und werden ausgegrenzt. Unwissen und Vorurteile machen ihnen das Leben zur Hölle. Macht sie die Gesellschaft zu Behinderten? Die Kluft zwischen gesund und krank ist Thema im «Club». http://www.srf.ch/sendungen/club/psyc... Jeder zweite Mensch hat im Verlauf seines Lebens einmal eine psychische Störung. Die Sensibilisierung für Mitmenschen mit dem gleichen Schicksal müsste deshalb spürbar vorhanden sein. Mitnichten. Studien belegen, dass Angst, Unwissen und Vorurteile den Umgang mit psychisch belasteten Menschen bestimmen. «Als psychisch kranker Mensch hat man kaum eine Chance in dieser Gesellschaft, selbst wenn man intelligent und praktisch begabt ist», bilanziert die 32-jährige Vivianne Vinzens ihre persönliche Lebensgeschichte. Einmal angeschlagen und stigmatisiert, finden viele nur schwer oder gar nie mehr ins normale Leben zurück. Vinzens hat es dennoch geschafft. Mit 16 wurde sie von einem psychischen Erdbeben aus dem Gymnasium katapultiert. Jahrelange Therapien, Klinikaufenthalte und Rückfälle hat sie schliesslich überwunden und kürzlich eine Lehre als Restaurationsfachfrau abgeschlossen. «Weil ich Dimensionen und Zusammenhänge sehe, die andere nicht verstehen können, stosse ich immer wieder auf eine Mauer», klagt auch ihr Freund, der 39-jährige Werbefachmann Simon Hofer. Auch er mit einschlägigen Erfahrungen als Psychose-Patient. In einer Klinik wurden die zwei zu einem Paar. Sie erzählen im «Club» von ihrer Odyssee als psychisch Kranke in einer auf Gesundheit getrimmten Gesellschaft. Am 3. Dezember jährt sich der internationale Tag der Menschen mit Behinderung. «Pro Infirmis» startet dann eine Sensibilisierungskampagne zum besseren Verständnis von psychisch Kranken und zur Förderung des Zusammenlebens. Davon würde die ganze Gesellschaft profitieren. Akzeptanz ist ein zentraler Antrieb zur Heilung psychischer Leiden, was auch ökonomisch zu Buche schlagen würde. Denn die psychisch bedingten IV-Fälle nehmen seit geraumer Zeit deutlich zu. Unter der Leitung von Karin Frei diskutieren u.a.: Simon Hofer, Werber, hat Psychose überstanden Vivianne Vinzens, hat sich mit psychischer Behinderung in die Gesellschaft zurück gekämpft Niklas Baer, Leiter psychiatrische Rehabilitation der Psychiatrie Baselland Constantine Bobst, Präs. Vereinigung der Angehörigen psychisch Kranker Undine Lang, Klinikdirektorin Psychiatrische Universitätsklinik Basel Positionen der Gäste Simon Hofer: «Ich bin intelligent und habe ein besonderes bildliches Vorstellungsvermögen. Ich sehe Räume, Dimensionen und Zusammenhänge, die andere nicht sehen oder verstehen. Dann stosse ich auf eine Mauer, das grenzt mich aus.» Vivianne Vinzens: «Als psychisch kranker Mensch hat man kaum eine Chance zur Integration in dieser Gesellschaft, selbst wenn diese Menschen intelligent und praktisch begabt sind. Wer die strengen Regeln der Arbeitswelt nicht einhalten kann, ist weg vom Fenster. Es braucht dazu ganz wenig.» Niklas Baer: «Menschen mit einer psychischen Krankheit sind im Umgang nicht immer einfach. Appelle zu ihrer Integration sind gut, genügen aber nicht. Es braucht konkrete Integrationsmassnahmen und konkrete Unterstützung der oft belasteten Angehörigen, Arbeitgeber und Arbeitskollegen.» Constantine Bobst: «Angehörige von psychisch Erkrankten sind Teil des erkrankten Familiensystems. Auch sie laufen Gefahr stigmatisiert und sozial isoliert zu werden. Bei Überforderung und Hilflosigkeit brauchen sie Unterstützung und Beratung. Wenn sie ihre Fähigkeiten entwickeln und richtig einsetzen, können sie zur hilfreichen Ressource werden, die zur Gesundung des ganzen Systems beiträgt.» Undine Lang: «Wir müssen als Psychiatrie für ein besseres Image sorgen: psychiatrische Behandlung ist erfolgreich. Was viele nicht wissen, dass eine Behandlung mit Medikamenten allein nicht mehr dem eigentlichen State oft the Art entspricht, wir behandeln meist auch mit Psychotherapie.» ----- 👉 Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr uns gerne via Kundendienst SRF kontaktieren. Wir freuen uns auf jedes Feedback: https://www.srf.ch/hilfe/kontakt

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