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Eine S-Bahn auf der Filstalbrücke: Normalerweise fahren auf der Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm Züge mit bis zu 250 km/h. Doch derzeit nutzt auch eine S-Bahn der Baureihe 430 die Strecke. Sie absolviert Testfahrten, denn das Fahrzeug ist bereits mit dem digitalen Zugbeeinflussungssystem ETCS ausgerüstet. Mit ETCS sehen Triebfahrzeugführer alle wichtigen Informationen zum Zugbetrieb direkt auf einem Display im Führerstand – von Geschwindigkeiten bis hin zu Gefällen und Steigungen. Insgesamt 5.000 Kilometer legt die S-Bahn im Testbetrieb zurück. Die Fahrten sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme des Digitalen Knotens Stuttgart und von Stuttgart 21. Denn ETCS schafft die Grundlage für dichtere Zugfolgen und mehr Kapazität im Bahnnetz. Mehr dazu im Video. 0:00 Warum fährt eine S-Bahn auf der Schnellfahrstrecke? 1:03 Schnellfahrstrecke als Teststrecke 1:36 Umbau der S-Bahn 2:33 Was verändert sich mit ETCS? 3:40 Vorteile von ETCS für den Zugbetrieb #deutschebahn #stuttgart21 #s21 Über das Projekt Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH (PSU) ist als Teil der Deutschen Bahn dafür zuständig, die Weichen für den Eisenbahnverkehr der Zukunft zu stellen. Denn: Stuttgart 21 ist viel mehr als ein Bahnhof und die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH ist viel mehr als Stuttgart 21. Die Projektgesellschaft realisiert die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart mit vier neuen Bahnhöfen, 56 Kilometern Tunnel und 42 Brücken. Als Vorreiter für die Digitalisierung der Bahn in ganz Deutschland treibt das Team der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH das Pilotprojekt Digitaler Knoten Stuttgart voran. Mit weiteren Zukunftsprojekten wie dem Pfaffensteigtunnel macht die PSU den Südwesten fit für den Deutschlandtakt. Stuttgart 21 ist die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Das Gemeinschaftsprojekt wurde 2009 mit dem Finanzierungsvertrag von Bund, Land Baden-Württemberg, Landeshauptstadt Stuttgart, Verband Region Stuttgart, Flughafen Stuttgart GmbH und der Deutschen Bahn beschlossen. Gebaut werden: vier neue Bahnhöfe 56 Kilometer Tunnelröhren 11 Tunnel 42 Brücken rund 100 Kilometer neue Gleise, die mit bis zu 250 km/h befahren werden Die Neubaustrecke (NBS) Wendlingen–Ulm ist als Bestandteil der Aus- und Neubaustrecke Stuttgart–Augsburg ein rund 60 Kilometer langer Baustein im Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn und Teil des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm. Gebaut wurden bei der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm: 61 Kilometer Tunnelröhren 12 Tunnel 37 Brücken rund 120 Kilometer neue Gleise, die mit bis zu 250 km/h befahren werden Bahnhof Merklingen (ergänzend zum Projekt) Die Schnellfahrtstrecke ist seit Dezember 2022 in Betrieb.