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#WDRNachtgespräche #EchteGeschichtenmitDomian #JürgenDomianAnrufsendung Die Geschichte: Anna, 45, rief spät abends an. Ihre Stimme war ruhig, doch darunter lag eine über Jahre angestaute Müdigkeit. Sie sagte, die Leute sagten oft: „Wir könnten gute Freunde sein.“ Es klang freundlich, es klang beruhigend. Aber Anna wusste, dass es nicht die Lösung war. Freunde können die tiefste Leere im Herzen nicht füllen. Immer wieder fragte sie sich: Und dann? Nach langen Gesprächen, nach vagen Versprechungen, nach Jahren des Wartens. Domian unterbrach sie leise: „Anna, du spielst mit dem Feuer.“ Nicht, weil sie etwas falsch gemacht hatte, sondern weil sie ihre Hoffnungen auf Dinge setzte, die keine klare Form hatten. Anna erzählte, dass sie manchmal dachte: „Warten wir noch ein paar Jahre, dann bin ich bereiter, kooperativer, rationaler.“ Sie sprach, als spräche sie über Wissenschaft, über Forschung, über kontrollierbare Prozesse. Aber Domian verstand: Es war nur ihre Art, den Schmerz hinauszuzögern. Annas Zimmer war recht klein. Es war eng, doch die Erinnerungen waren unermesslich. Da waren Dinge, die Menschen zuvor getan hatten, und Außenstehende würden sagen: „Das war gut.“ Aber für wen gut, das wusste niemand so genau. Dann stellte sie plötzlich eine seltsame Frage: „Was wird am Ende mit dem Schädel geschehen?“ Es war keine grausame Frage, sondern eine Frage nach dem, was bleibt, wenn alles vorbei ist. Nach dem Tod. Nach der Trennung. Nach der Stille. Sie nannte ferne Namen, als suche sie die Erlaubnis, mit der Vergangenheit weiterleben zu dürfen. Ihr Vater war vor zwölf Jahren gestorben, im Haus ihrer Großeltern. Ein stiller Tod, der viele unausgesprochene Fragen hinterließ. Anna glaubte, er habe viele Lasten getragen, und vielleicht sie auch. Ungelöste Probleme, stillschweigend von Generation zu Generation weitergegeben. Doman fragte: „Drei Jahre, ist das eine lange Zeit für dich?“ Anna schwieg einen Moment, bevor sie antwortete: „Ja. Sehr lang.“ Und in dieser Antwort konnte man nicht nur den Lauf der Zeit hören, sondern auch die Müdigkeit von jemandem, der zu lange gewartet, zu viel gehofft hatte und nun versuchte, loszulassen – ohne zu wissen, wo er anfangen sollte.