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Der Fall Dayot Upamecano: Ist das Beraterwesen völlig entgleist? | Was geht, Bundesliga? Pokern, verzweifeln, betteln: Die Hintergründe zum Upamecano-Hickhack Seit fast einem Jahr verhandeln der FC Bayern und Innenverteidiger Dayot Upamecano über einen neuen Vertrag. Nun steht der 27-Jährige vor der Unterschrift. Doch der Weg dahin war kompliziert - und wirft einige Fragen auf, findet kicker-Reporter Georg Holzner. Was ist denn jetzt los? Verlängert er oder nicht? Seit ungefähr zwölf Monaten ziehen sich die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano. Nun soll, so die Absicht der Beteiligten, ein Ende in Sicht sein - in der Hoffnung, dass Wunsch und Realität sich sehr nahe sind. Doch der Reihe nach. Schon im vergangenen Frühjahr waren sich der Spieler und die Bayern-Bosse eigentlich einig, dass der Franzose, dessen Vertrag nach der Saison ausläuft, ein neues Arbeitspapier über 2026 hinaus unterschreibt. Eigentlich. Bis Upamecano und sein Management die Konditionen der im Februar verlängerten Verträge von Alphonso Davies und Jamal Musiala erfuhren und feststellten, dass aus ihrer Sicht das Verhältnis zu den dem Innenverteidiger angebotenen Zahlen nicht ganz passt. Hoppla. Nach weiteren Gesprächen hieß es im Sommer, rund um den Start der Klub-Weltmeisterschaft: Stopp, die Verhandlungen werden auf Eis gelegt und erst im September, nachdem das Transferfenster geschlossen hat, wieder aufgenommen. Taktisch clever von Upamecanos Management, während der Wechselperiode keine konkreten Unterhaltungen mit den Bayern zu führen und stattdessen - womöglich - nach anderen Angeboten für den Franzosen zu schauen. Bayern schaute nur zu, es hätte ganz anders kommen können Die Münchner jedenfalls, sie schauten zu - und der letzte Zeitpunkt für einen möglichen Verkauf verstrich. Dazu hatte Sportchef Max Eberl erst übersehen, Upamecano vor Musiala (der ebenfalls einen Vertrag bis 2026 hatte) zu weitaus günstigeren Tarifen zu verlängern. Dann, zwischen Herbst und Weihnachten, legte die sportliche Führung bei ihren Angeboten immer wieder was drauf, und erfüllte mehrere Wünsche der Spielerseite. Unter anderem eine Ausstiegsklausel. Eine Entscheidung Upamecanos, respektive eine Zusage, erhielten die Bayern-Bosse trotzdem nicht. Deshalb, so heißt es beim FCB, zogen die operativ Verantwortlichen um CEO Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund - Sportvorstand Max Eberl war nach kicker-Informationen krankgemeldet, er wurde von seinen Bayern-Kollegen schriftlich über das Vorgehen und die Entwicklungen in Kenntnis gesetzt - am Montag das Angebot schriftlich zurück. Erst dann klopfte Upamecano und bettelte um Unterschlupf Daraufhin meldete sich Upamecano bei dem ihm aus Salzburger Zeiten bestens bekannten Sportdirektor Freund, der ihn einst zum Profi machte. Der Abwehrspieler sagte, er wolle entgegen dem Pokern seiner Berater bei Bayern bleiben - obwohl es zu diesem Zeitpunkt eigentlich kein Angebot mehr gab, es wurde ja zurückgezogen. Und dieses soll jetzt wohl wieder auf den Tisch kommen. Oder anders gesagt: Upamecano hatte jetzt, seit der Wiederaufnahme der Verhandlungen im September, vier Monate Zeit, durch die Tür zu gehen, die ihm der FC Bayern mit Portier und rotem Teppich offengehalten hat - und erst als die Münchner sie nach mehrmaligem Ankündigen schlossen, kam der Verteidiger wenig später angekrochen, klopfte verzweifelt und bettelte um Unterschlupf. Da stellt sich unabhängig von der Vertragscausa die Frage: Ist das ein Verhalten eines Führungsspielers, der künftig bis zu 20 Millionen Euro im Jahr verdienen soll? Ein starker Leader verhält sich anders. Nach Sané wäre ein zweiter ablösefreier Abgang schlecht Ob das Vorgehen der Bayern nun verhandlungstaktisch clever war, um den Spieler von seinem Management loszueisen, oder doch ein Zeichen von bayerischer Inkonsequenz, wie so häufig in den vergangenen anderthalb Jahren, sei dahingestellt. Das von den Münchnern gesandte Signal ist nur auch klar: Selbst ein zurückgezogenes Angebot hat nicht zwingend eine Bedeutung, denn jetzt gibt es ohnehin erst mal weitere Unterhaltungen mit Upamecano und seinem Management. Mit der Überzeugung, dass in den kommenden Tagen eine Unterschrift folgt. ► Abonniert den Kanal, damit ihr kein Video mehr verpasst! Folgt uns auch auf unseren anderen Social Media Kanälen: ► Instagram: / kicker ► Facebook: / kickeronline ► Twitter: / kicker_bl_li ► TikTok: https://tiktok.com/kicker Unsere Angebote: ► kicker App für iOS und Android: https://hyperurl.co/kickerapp ► Website: https://www.kicker.de ► kicker eSport: https://esport.kicker.de