У нас вы можете посмотреть бесплатно Vor dem Mauerfall: Tagesschau vom 03.11.1989 (Remastered) или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
Если кнопки скачивания не
загрузились
НАЖМИТЕ ЗДЕСЬ или обновите страницу
Если возникают проблемы со скачиванием видео, пожалуйста напишите в поддержку по адресу внизу
страницы.
Спасибо за использование сервиса ClipSaver.ru
Tagesschau-Fragment vom 3. November 1989: Die bundesdeutsche Botschaft in Prag steht erneut vor dem Kollaps: Tausende DDR-Bürger drängen auf ihre Ausreise, doch die Kapazitäten sind erschöpft – selbst Familien mit Kleinkindern müssen im Freien übernachten. Während Bonn, Prag und Ost-Berlin verhandeln, wächst der Druck auf die SED-Führung weiter. In der bundesdeutschen Botschaft in Prag eskaliert die Lage Anfang November 1989 erneut. Zwischen 4.000 und 5.000 DDR-Bürger drängen auf eine Ausreise in den Westen, deutlich mehr als bei früheren Fluchtwellen. Das Auswärtige Amt spricht von einer „dramatischen Situation". Die tschechoslowakischen Behörden lehnen Ausweichquartiere ab, Schlafsäcke der Bundeswehr reichen nicht mehr aus, die sanitäre Versorgung bricht zusammen. Nur 125 Menschen erhalten an diesem Tag ihre Entlassungspapiere aus der DDR-Staatsbürgerschaft – der Großteil muss im Freien der bundesdeutschen Botschaft übernachten. Engpass bleibt die Ausstellung der Ausreiseunterlagen durch die DDR-Botschaft. Bonn versucht, über diplomatische Wege Bewegung in die Sache zu bringen: Außenminister Genscher appelliert an die ČSSR-Regierung, Kanzleramtsminister Seiters setzt Ost-Berlin unter Druck. Die Bundesregierung macht deutlich, dass die wachsende Zahl der Flüchtlinge zeige, wie wenig Vertrauen viele DDR-Bürger in die angekündigten Reformen hätten. In Ost-Berlin trifft der Leiter der Ständigen Vertretung, Bertele, mit SED-Chef Egon Krenz zusammen. Krenz spricht sich für eine schnelle Lösung aus und verweist auf das geplante DDR-Reise- und Ausreisegesetz. Laut der DDR-Nachrichtenagentur ADN will er sich schon bald in Rundfunk und Fernsehen an die Bevölkerung wenden. Parallel distanziert sich das SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ von einem früheren Fakenews-Bericht zur Flucht über Ungarn und gibt erstmals öffentlich Fehler zu – ein seltener Vorgang im stark kontrollierten DDR-Mediensystem. Gleichzeitig wird der personelle Aderlass in der DDR sichtbar: Allein aus Ost-Berlin sind seit Sommer '89 mehr als 1.000 Ärzte und Pflegekräfte geflüchtet. Kliniken müssen Personal aus Polizei- und Regierungseinrichtungen abziehen. In der DDR-Führung gibt es weitere Rücktritte – betroffen sind unter anderem der Leipziger Oberbürgermeister Seidel und Kulturfunktionäre des Zentralkomitees der SED. In Bonn endet zur gleichen Zeit das deutsch-französische Gipfeltreffen. Kanzler Kohl und Präsident Mitterrand betonen, eine mögliche deutsche Wiedervereinigung könne nur im Rahmen der europäischen Einigung stattfinden. Mitterrand signalisiert, dass er einer Wiedervereinigung nicht grundsätzlich ablehnend gegenübersteht, solange sie friedlich verläuft und vom Willen aller Deutschen getragen wird. Nur sechs Tage später fällt die Berliner Mauer. Quelle: ARD / Tagesschau vom 3. November 1989 VHS-Mitschnitt, digitalisiert und zur Bewahrung zeitgeschichtlicher Dokumente online gestellt. #DDR #Berlin #Mauerfall #Prag #Botschaftsflüchtlinge #Genscher #Krenz #SED #1989 #Tagesschau #Flucht #Wende #Geschichte #Kohl #Mitterand