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Nachzulesen ist die Predigt in überarbeiteter Form in K. Rahner, Ich glaube an Jesus Christus (Theologische Meditationen Bd. 21), Einsiedeln 1968, S. 7-30 und SW 22/1b, 2013, S. 677-689. Auf YouTube veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten. Ein herzliches Dankeschön gilt Bernhard Suermann für die Tradierung und Digitalisierung der Predigt. „Es gibt den Menschen, der der Liebe gerecht wird“ Ein Kurzkommentar zu Rahners erster Adventspredigt in Münster im Dezember 1967 Von Aaron Langenfeld Was bedeutet der Glaube an Jesus Christus? – Das ist die Grundfrage der drei Adventspredigten von Karl Rahner, die er im Dezember 1967 in Münster gehalten hat. Die Frage nach Jesus Christus ist – so Rahner einleitend – die wohl schwerste Frage der christlichen Theologie. Denn während die Gottesfrage im spätmodernen Kontext in einem bestimmten Sinne abstrakt und äußerlich bleiben kann, geht es im Glauben an Jesus Christus ausdrücklich und wesentlich um das Heil des Menschen. Viel stärker ist die Frage nach Christus daher erstpersönlicher Art. Sie zielt auf das eigene Fragen und Suchen nach Sinn und Richtung des Lebens, eben weil Christus im Glauben der Kirche eine fundamentale Bedeutung für alle Menschen und daher auch für mich haben soll. Rahner versucht sich daher der Frage nach Christus anzunähern, indem er den Akt des Glaubens als Zugang zu seinem Inhalt, nämlich Christus, begreift. Der Akt des Glaubens an Christus ist zunächst als personales Geschehen zu deuten. Ein solches Geschehen unterscheidet sich von einem Bezug auf ‚Sachen‘ dadurch, dass der Gegenstand dem Erkennenden (und vice versa) nicht äußerlich bleibt. Personen geben sich selbst in einen kommunikativen Bezug hinein, sie müssen sich ‚verlassen‘ um in Beziehung zum anderen zu stehen. Wenn es Menschen gelingt, sich vorbehaltlos zu verlassen, sich einem anderen ganz und ohne Einschränkung anzuvertrauen, dann sprechen wir von Liebe – auch dann, wenn dieses Sich-Anvertrauen suchend bzw. versuchend geschieht. In der vorbehaltlosen Liebe zum anderen ist – so Rahner weiter – gegen die scheinbare Absurdität des Lebens und die „schäbige Alltäglichkeit [...] inwändig und vielleicht namenlos, aber wirklich, das erfahren, was mit Gott gemeint ist. Dann ist schon Gott erreicht.“ Denn das, was es verdient, Gott genannt zu werden, ist das, was in der „Differenz zwischen Ich und Du“ existiert, der tragende Grund jeder endlichen Beziehung, in der Ich und Du doch je für sich bleiben. Gerade aufgrund dieser erfahrenen Trennung bleiben die bedrängenden Fragen: Kann man überhaupt vorbehaltlos lieben? Kann der andere meinen bedingungslos guten Willen erkennen und annehmen? Ist es den Versuch wert, sich voll und ganz mit dem anderen zu identifizieren? Menschen, die das Wagnis der Liebe eingehen, ohne vorher die Folgen abzuwägen, greifen nach Rahner aus der Erfahrung der Liebe heraus danach aus, dass Liebe grundsätzlich vorbehaltlos möglich ist. Die Liebe sagt: „Es gibt den Menschen, der ihr gerecht wird.“ Die Dynamik dieses vertrauenden Vollzugs der Liebe, des bedingungslosen Sich-Anvertrauens an einen anderen, ist daher der Akt des Glaubens an den Menschen, der der Liebe gerecht wird – Jesus Christus. Weil Christi Leben gekennzeichnet ist von jener Bedingungslosigkeit der Liebe, kann er als Grund und Ziel unseres alltäglichen Suchens und Findens der Liebe begriffen werden. Als Person bleibt uns dieser Grund und dieses Ziel, bleibt uns der Gott, der die Liebe selbst ist, nicht äußerlich, sondern wird als je unsere heilsame Wirklichkeit erfahrbar und lebbar. Wie aber könnte man diese Einsicht überprüfen? Rahners Antwort ist einfach: „Man muss die Liebe nur einmal tun.“ – auch dann, wenn man der Dumme ist und keinen letzten Gewinn aus ihr ziehen kann. Die Praxis der Liebe verbindet nicht nur konjunktivisch („als ob“) mit Christus, sie ist – wie Rahner mit ausführlichem Zitat von Mt 25,31-46 deutlich macht – Christusbegegnung selbst. „Willst du Jesus Christus glaubend begegnen, geh den Weg der sich selbst dem anderen radikal anvertrauenden Liebe.“ Rahners differenzierte Verschränkung von menschlicher und göttlicher Liebe in der Person Jesu Christi ist nicht nur eine bleibende Denkaufgabe für eine zeitgemäße Theologie, sie kann – trotz der enormen Länge der Predigt und ihres hohen Abstraktionsgrades – die adventliche Haltung der Vorbereitung auf die Menschwerdung Gottes neu verdeutlichen. Von Gottes Ermöglichung her liegt es nun eben auch an uns, den Weg des Sich-Anvertrauens an den anderen, der Liebe zum anderen auch tatsächlich zu gehen und im Angesicht einer Welt im Katastrophenmodus nicht in eine zynische Grundhaltung zu verfallen. Der Glaube an Christus ist so immer auch der Glaube an das von Gott her dem Menschen Mögliche. Dieser Glaube kann immer wieder neu Mut machen, sich mit den Realitäten nicht einfach abzufinden, sondern sie neu im Geiste der Liebe und des Vertrauens aufeinander zu gestalten.