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Benediktinerinnenabtei zur Hl. Maria, Fulda "ORA ET LABORA" Der Benediktinerorden gehört nicht nur zu den ältesten Orden, sondern ist auch mit seiner Wirkungsgeschichte heute weiterhin einer der ganz großen. Weltweit leben derzeit ungefähr 13 800 Benediktinerinnen in 800 Gemeinschaften und 6600 Benediktiner in 400 Klöstern. In Deutschland gibt es über 800 Benediktinerinnen und 750 Benediktiner, in der Schweiz jeweils rund 200 Benediktinerinnen und Benediktiner, in Österreich 320 Benediktiner und 160 Benediktinerinnen. Die Benediktinerinnen sind in 62 Kongregationen beziehungsweise Föderationen zusammengefasst; die Benediktiner vereinen sich in der Benediktinischen Konföderation, die aus 19 Kongregationen besteht. Der Abtprimas wird von den Benediktineräbten bei ihrem alle vier Jahre abgehaltenen Kongress in Rom gewählt. Er hat seinen Sitz in der Primatialabtei Sant’Anselmo auf dem römischen Aventin, wo sich auch die Benediktinerhochschule befindet und über 100 Professoren und Studenten eine internationale Gemeinschaft aus 40 Nationen bilden. Die Benediktinerinnenklöster sind in einer Vereinigung zusammengeschlossen, die seit 2001 CIB (Communio Internationalis Benedictinarum) genannt und ebenfalls vom Abtprimas vertreten wird. In Europa sehen sich die meisten Klöster angesichts einer ungünstigen Altersstruktur mit der Frage konfrontiert, wie sie ihre großen Häuser und vielfältigen Arbeitsfelder neu gestalten können. Während sich in Lateinamerika die – verglichen zur katholischen Bevölkerung – eher wenigen Klöster langsam weiterentwickeln, kommt es in Asien und Afrika mitunter zu einem rasant wachsenden Mönchtum. Nach den aufopfernden Pionierleistungen europäischer Missionare (etwa mit vielen Märtyrern in Südkorea) stellt es sich seit einigen Jahren der Herausforderung, ein spezifisch asiatisches und afrikanisches Klosterleben hervorzubringen (Sprache und Formen der Liturgie, Essen, Bauweise). So unterschiedlich die Situationen in den verschiedenen Kontinenten sind und die einzelnen Klöster bereits innerhalb einer Kongregation eine erhebliche Spannweite repräsentieren (man denke nur an Melk und das neue Europakloster Gut Aich im Hinblick auf Österreich): Die Benediktinerinnen und Benediktiner sehen sich vor die gemeinsame Aufgabe gestellt, neu aus dem Ursprung zu leben und aus ihrer bisherigen Entwicklung für die Zukunft zu lernen. Wachstum aus dem Scheitern Der heilige Benedikt wird oft gezeigt mit einem zerbrochenen Kelch, aus dem ein Schlangenkopf ragt. Diese Darstellung bezieht sich auf einen Tiefpunkt in seiner Biographie. Aufgewachsen an der Schwelle vom 5. zum 6. Jahrhundert im umbrischen Nursia, hat Benedikt seiner Studienstadt Rom den Rücken zugekehrt, da er dort seine Seele in Gefahr sah. Der Grundimpuls des Mönchtums ist immer der Rückzug aus dem geschäftigen Treiben der Zeit, um sich auf Gott zu konzentrieren – woraus sich dann ein neues Zentrum, eine Alternativkultur, ein „Anders-Ort“ herausbildet. Für Benedikt, der sein Studium oder zumindest seine Karriere in Rom abgebrochen hat, war dieser Ort Subiaco. In der Einöde östlich von Rom lebte er nach den Instruktionen des Mönches Romanus drei Jahre in einer Höhle. Benediktinisches Mönchtum sieht das ganze Leben als Gottesdienst und wehrt sich dagegen, profan und sakral zu sehr voneinander zu scheiden. Deshalb ist das Motto ora et labora, das erst aus dem 19. Jahrhundert stammt, irreführend. Aussagekräftiger ist dieser Grundsatz aus der Benediktusregel: „Damit in allem Gott verherrlicht werde.“ Oft finden sich die Buchstaben U.I.O.G.D. (Ut in omnibus glorificetur Deus) an Klostergebäuden oder auf dem Briefpapier einer Abtei angebracht. Benedikt schrieb diese Worte übrigens im Kapitel über die Handwerker, und zwar nach der Anweisung, mit dem Preis der Klosterprodukte nicht zu wuchern. Die Tagesstruktur ist ein benediktinisches Grundprinzip. Fixe Gebets- und Mahlzeiten geben den Takt vor, aus dem sich ein gesunder Rhythmus entwickeln kann. Hier entsteht ein Lebensstil mit einem Taktgefühl für das eigene und fremde Dasein vor Gott. Benedikts Proprium liegt darin, dass er dem Gebet seine fixe Zeit einräumt, ebenso dem gemeinsamen Essen mit Tischlesung, der Arbeit, aber auch dem Mittagsschlaf und dem absoluten Schweigen nach der Komplet. Dem Gottesdienst sei nichts vorzuziehen, mahnt Benedikt, denn Christus sollen die Mönche überhaupt nichts vorziehen. Deshalb lasse jeder beim Zeichen für das Gebet alles liegen stehen und liegen, um das opus Dei zu verrichten. Der Mönchsvater stellt eine Psalmenordnung auf, fügt aber hinzu, dass es jedem frei stehe, eine geeignetere Anordnung zu verfassen; im Rahmen der Reform des Stundengebets nach dem Zweiten Vatikanum hat auch jede Gemeinschaft zu einer ihr passenden Ausprägung des Chorgebets gefunden. Dies ist eine von vielen Stellen in der Regula Benedicti, die von ihrer Flexibilität zeugt und verstehen lässt, warum sie sich durchsetzte.