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"Es waren zwei Königskinder" ist eine Volksballade, die den griechischen, antiken Erzählstoff der sogenannten "Schwimmersage" bearbeitet (Hellespont, Dardanellensage). Mit dem Römer Ovid und dem spätgriechischen Dichter Musaios wurde sie als Dichtung von Hero und Leander überliefert und danach international verbreitet. Die Handlung gestaltet sich wie folgt: Zwischen zwei Burgen ist ein tiefer See. Die Jungfrau schreibt einen Brief, der Jüngling schreibt ebenfalls (Hero und Leander nach Ovid). Er will zu ihr hinüberschwimmen; sie stellt ein Licht auf, um ihm im Wasser die Richtung zu zeigen. Ein böses Weib, ein falsches Nönnchen, wie es im Text heißt, löscht die Kerze; der edle Ritter ertrinkt. Die Volksballade von den "Königskindern" ist ein klassisches Beispiel für ein altüberliefertes Lied; die Tradierung reicht kontinuierlich vom 15. bis ins 20. Jahrhundert. Ovid als Erzählstoff wird in Mittelalter und Renaissance immer wieder aufgegriffen. Der älteste Hinweis auf diese Volksballade ist eine kurze Textmarke "Elzeleyn, lipstis elzeleyn …" (gehört zu: Ach Elslein, liebes Elselein) zu einer Melodie im "Glogauer Liederbuch", um 1480. Diese Melodie zieht sich weiter durch die gedruckte Überlieferung bei etwa Hans Gerle (1532), Newsidler (1536) und Schmeltzel (1544), und sie ist einer der Melodietypen zu den "Königskindern" mit dem Textanfang "Elslein, liebstes Elslein, wie gern wär ich bei dir …" Sie ist ebenfalls Quelle für viele Tonangaben (Melodieverwendung für andere Texte) vom 15. bis in das 20. Jahrhundert. Mit dem Anfang "Es warb ein schöner jüngling, vber ein braiten see..." steht das Lied bei Georg Forster (1540). Achim von Arnim benützte diesen Textanfang und dichtete 1806 für "Des Knaben Wunderhorn" selbst weiter mit einer "mystifizierenden Herkunftsangabe" (Heinz Rölleke), wie sie für diese Textedition der Romantiker typisch ist. Neben verschiedenen Tradierungssträngen wie auf gedruckten Liedflugschriften und in Gebrauchsliederbüchern (etwa: Liederbuch für deutsche Künstler, 1833; Reisert, studentisches Kommersbuch, 1896; Lahrer Commersbuch, 1953 und öfter; sehr häufig in Liederbüchern des Wandervogels und der Bündischen Jugend) gibt es eine große Anzahl von Aufzeichnungen aus mündlicher Überlieferung (auch relativ frühe, etwa aus Schleswig-Holstein oder auch Ostpreußen 1814). Zumeist können sie zwei Großgruppen mit dem Liedanfang "Ach Mutter …" (Dialog-Teil) und dem geläufigen "Es waren zwei Königskinder …" zugeordnet werden. Liedtext: Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb, sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief. Ach Liebster, könntest du schwimmen, so schwimm doch herüber zu mir! Drei Kerzen will ich anzünden, die sollen leuchten zu dir. Das hört eine falsche Nonne, die tat, als wenn sie schlief; sie tät die Kerzlein auslöschen, der Jüngling ertrank so tief. Ach Fischer, liebster Fischer, willst du verdienen großen Lohn, so wirf dein Netz ins Wasser und fisch mir den Königssohn. Er warf das Netz ins Wasser, es ging bis auf den Grund; er fischte und fischte so lange bis er den Königssohn fand. Sie schloss ihn in ihre Arme und küsst seinen bleichen Mund: Ach Mündlein, könntest du sprechen, so wär mein Herz gesund. Sie schwang um sich ihren Mantel und sprang wohl in den See: Gut Nacht, mein Vater und Mutter, ihr seht mich nimmermeh. Da hörte man Glocken läuten, da hörte man Jammer und Not; da lagen zwei Königskinder, die waren beide tot.