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Candida Höfer Observations 19. November 2016 - 04. Februar 2017 Die Galerie Thomas Zander zeigt in der aktuellen Ausstellung eine Auswahl erstmalig präsentierter, neuer Dye Transfer Abzüge von Candida Höfer, die in diesem Jahr gemeinsam mit der Galerie konzipiert wurde, in einer Zusammenstellung mit großformatigen Farbaufnahmen von Innenräumen. Candida Höfer, geboren 1944 in Eberswalde, gilt als Vertreterin der Düsseldorfer Fotoschule und studierte in der ersten Klasse Bernd Bechers an der Kunstakademie Düsseldorf. 2002 nahm die in Köln lebende Fotografin an der documenta 11 teil, im Jahr darauf vertrat sie Deutschland bei der Biennale in Venedig und gilt nicht erst seitdem als eine der wichtigsten deutschen Gegenwartskünstlerinnen. Geleitet von der Idee eines visuellen Gedächtnis und einem Interesse daran, wie Menschen ihren Lebensraum gestalten, findet in ihren Projekten eine ästhetische, mediale Auseinandersetzung mit der Bildwirkung fotografierter Räume statt. Seit den frühen 1980er Jahren entstanden Aufnahmen in Bibliotheken, Museen oder Opernhäusern, die Höfer mit respektvoller Distanz und präziser Komposition inszeniert. Durch die Abwesenheit von Menschen in den kulturellen Stätten des Bewahrens, Repräsentierens, Vermittelns, Verweilens nutzt die Künstlerin diese ebenso der Fotografie inhärenten Eigen-schaften, um die Wahrnehmung auf die innere Ordnung der Räume zu richten. Die Ausstellung versammelt konzentrierte, überraschend minimalistische Innenaufnahmen z.B. des Neuen Stahlhofs und des Schmela-Hauses in Düsseldorf sowie des Van Abbemuseums in Eindhoven aus den Jahren 2003 bis 2016. Jeweils nach einer baulichen oder funktionellen Veränderung entstanden, markieren sie Schnittstellen zwischen kulturellem Gedächtnis und Neuerung. Jenseits der opulenten Farbenpracht und Ornamentik, die in Höfers symmetrischen Zentralperspektiven von Schlössern und Sälen beeindrucken, sind diese charakteristischen Raumausschnitte und strukturen meist in gebrochenen Weiß und Grautönen gehalten. Palette und Perspektiven erfassen konsequent den sachlichen Baustil, dessen reduzierte Formen aus Funktion und Material folgen. Durch die extreme Ober- und Untersicht tritt etwa bei den Bildern des schneckenförmigen Treppenhauses im Neuen Stahlhof ein Verfremdungsgrad ein, der sie ins Spannungsfeld zur Abstraktion bringt. Neben den großformatigen Werken ist in der Ausstellung erstmals eine besondere Auswahl neuer Dye Transfer Abzüge zu sehen. Ihre Motive belegen eine Tendenz zur Abstraktion, indem sie architektonische Details in Nahsicht verdichten und mitunter einen gegen-ständlichen Bezug kaum noch zulassen. Anders als die beschriebenen Innenräume sind die Bilder auch anhand ihrer Bildtitel nicht mehr verortet. Den Kern der Bildgestaltung bilden hier Licht und Farbtexturen, welche durch die prägnante Intensität des hochwertigen Umdruckverfahrens einzigartig hervortreten, das aus den 1960er und 70er Jahren bekannt ist, aber heute nur noch sehr selten angewandt wird. Zur Ausstellung erscheinen ein weiteres Dye-Transfer-Portfolio mit Düsseldorfer Motiven der 1970er Jahre und eine Publikation zu diesen beiden aufwendig produzierten Projekten, die die Künstlerin in Zusammenarbeit mit der Galerie 2016 realisiert hat. Wir trafen die Fotografien in der Galerie zum Gespräch. Vielen Dank!! Video: Ralph Goertz © IKS-Medienarchiv.de © VG Bild-Kunst Bonn, 2016 used by permission of the artist www.iks-medienarchiv.de