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Die Spielsucht, die Kaufsucht und die Internetsucht sind wichtige Vertreter aus der Gruppe der nichtstofflichen Abhängigkeiten, so genannte Verhaltenssüchte, die sämtliche diagnostische Kriterien einer Suchterkrankung erfüllen. Da potentiell zu Sucht führende Angebote in vielen Bereichen dramatisch zunehmen, erleben wir auch eine deutliche Zunahme von Patienten mit nichtstofflichen Abhängigkeiten. So kann Spielen, Kaufen oder im Internet surfen einen Menschen kurzzeitig in ein intensives Erleben von Gefühlen bringen oder es kann (scheinbar) helfen, negative Gefühle nicht wahrnehmen zu müssen. Dies kann jemandem bei seiner "Selbstwahrnehmung" oder seiner "Selbstfindung" hilfreich sein, allerdings ist die Gefahr groß, dass dabei eine "parallele Welt" aufgebaut wird. Hier bietet vor allem das Internet die Möglichkeit eine Welt zu finden, wo man sich besser, schöner, reicher darstellen kann und dort auch die so erwünschte Bestätigung seiner selbst findet. Dies entfernt den Betroffen allerdings immer weiter von der realen Welt und ein Wiedereinstieg in die virtuelle Welt scheint unumgänglich. Vortragender: Prim. Dr. Roland Mader Abteilungsvorstand der Abteilung III, Anton Proksch Institut