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DOMRADIO.DE übertrug am Fest Taufe des Herrn das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom mit Domdechant Robert Kleine. Es sang der Mädchenchor am Kölner Dom unter der Leitung von Oliver Sperling und Cécilia Bazile. Die Orgel spielte Winfried Bönig. Im Gottesdienst erklangen Lieder und Wechselgesänge aus dem Gotteslob, unter anderem von Joseph Reinberger und Felix Mendelssohn. In seiner Predigt zeichnete Domdechant Kleine die Situation Israels in der babylonischen Gefangenschaft nach: Armut, zerstörte Städte, fehlende Rechte – und viel Leid "ohne eigenes Verschulden". In diese Ohnmacht hinein stehe die Zusage Gottes: "Das ist mein Knecht, den ich stütze." Der "Gottesknecht" sei nach heutiger Deutung nicht primär eine Einzelperson, sondern das ganze Volk Israel – berufen, Gottes Gebote zu leben und so Heil und Zukunft zu eröffnen. Entscheidend sei, wie dieser Knecht handelt: "Er schreit nicht und lärmt nicht", sondern lebt Gerechtigkeit praktisch. Kleine betonte das Bild vom "geknickten Rohr" und "glimmenden Docht": Wo noch Hoffnung da ist, soll sie geschützt werden – nicht zerstört durch Härte, Abwertung oder Resignation. Die Worte aus Jesaja klingen für Kleine in der Taufe Jesu wieder: "Das ist mein geliebter Sohn." Jesus erfülle die Verheißung des Gottesknechts, indem er heilt, tröstet, Menschen vom Rand in die Mitte holt und "nicht richtet, sondern rettet". Zugleich erinnerte Kleine an den Leidensweg Jesu: Auch dieser Dienst führe ans Kreuz – getragen von der Zusage Gottes, der "an der Hand fasst". Angesichts von Kriegen, Gewalt und Diktaturen fragte Kleine: Wo ist heute dieser Gottesknecht, der Recht bringt? Die endgültige Vollendung liege bei Gott am Ende der Zeit – aber bis dahin solle die Kirche als "Leib Christi" Gottesknecht sein: still, standhaft, barmherzig. Auftrag der Getauften sei es, Hoffnung zu bewahren, zu helfen, Menschen aus "Verstrickungen" zu lösen und Gottes Güte erfahrbar zu machen. Zum Schluss rückte Kleine die Taufe als persönliche Zusage in den Mittelpunkt: Gott habe jeden und jede "an die Hand genommen", niemand sei "eine Nummer". Der Blick ins Weihwasserbecken solle immer wieder an Berufung und Sendung erinnern: als Christinnen und Christen im eigenen Umfeld "Licht für andere" zu sein – in Wort und Tat.