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Mobile Einsätze von Reitern gehörten zur hohen Kunst des Bogenschießens. Die Methoden mussten erlernt und trainiert werden. In der Römischen Kaiserzeit war der Bogengebrauch zu Pferd vor allem in vorderasiatischen und südost-europäischen Regionen etabliert. Dort gab es weite Graslandschaften, Steppen oder Wüstenregionen, wo taktische Kavalleriemanöver oder auch die Bogenjagd in offenem Gelände optimal ausgeführt werden konnten. Das römische Militär rekrutierte berittene Bogenschützen hauptsächlich aus diesen Gegenden und stellte sie, mitunter auch in gemischten Einheiten, als Hilfstruppen der Legionsinfanterie zur Seite. Bildgrabsteine römischer Auxiliarreiter mit Bogen aus dem 1. Jh. n. Chr. sind sich stilistisch recht ähnlich. Das betrifft die Darstellung des levandierenden oder galoppierenden Pferds, Elemente des Zubehörs der Soldaten, z.B. ein Köcher rechts hinter dem Sattel, oder die gestalterisch einfache Wiedergabe der Reflexbogen. Man findet solche Merkmale auf den Reitergrabsteinen des Flavius Proclus und des Maris in Mainz, wie auch auf den Stelen des Acrabanis und des Tiberius Rufus in Ungarn. Die Form der Bogen ist am antiken Skythenbogen (lat. "scythicus arcus") orientiert. Dies könnte eine künstlerische Konvention gewesen sein, denn in der frühen Kaiserzeit waren bereits Kompositbogen mit beinverstärkten Enden bzw. partische "Yrzi-Bogen" bei den Römern vorhanden. Es wird der Fingerauszug bzw. der Mediterrane Pfeilablass ausgeübt. Im 2./3. Jh. n. Chr. treten auf Bildzeugnissen im Orient neue Bogen mit langen Hebelenden, breiten Armen und abgesetztem Griff in Erscheinung. Sie gehörten dem hunnischen Funktionsdesign an. Diese Bogen waren bereits Ende des 3. Jh. v. Chr. im Osten des eurasischen Kontinents entwickelt worden. Frühe Beispiele für einen Technologietransfer nach Westen gibt es im Bosporanischen Reich im 1. Jh. n. Chr. Archäologische Belege für entsprechende Bogen römischer Truppen findet man in Dakien im 2. Jh. n. Chr. sowie am Limes und in England im 3. Jh. n. Chr. Der hunnische Bogentyp hatte in einigen Varianten bis über die Völkerwanderungszeit hinaus in Europa und im Oströmischen Reich Bestand. In der Kunst blieb die Idee des "scythicus arcus" nachhaltig. Insofern ist es wichtig, spätrömische Bogendarstellungen quellenkritisch zu interpretieren. Ein gutes Beispiel dafür bietet sich in Gestalt einer Jagdszene auf dem "Worcester Hunt Mosaic" des 6. Jh. n. Chr. aus Daphne bei Antiochia (Thumbnail-Bild). Der berittene Schütze nutzt einen großen Reflexbogen des hunnischen Typs mit gerade abgesetztem Griff und breiten Wurfarmen. Anstelle langer Hebelenden, wie bei solchen Bogen praktisch zu erwarten, hat der Mosaizist jedoch kurze und rekurve Nockenpartien bevorzugt. Als artifizieller Topos zeigt sich hierin ein Element der damals nicht mehr zeitgenössischen Skythenbogen. Es handelt sich um eine ikonographische Reminiszenz. Tatsächlich ist der Reiterbogen als ein Hunnenbogen zu rekonstruieren. Holger Riesch: Pfeil und Bogen in der Römischen Kaiserzeit. Originäre und überkulturelle Aspekte der Bogenwaffe während der Antike und Spätantike. 3. Aufl. Ludwigshafen. Verlag Angelika Hörnig. 2022 https://d-nb.info/1140249959/04