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São Félix, einst wichtige Handelsstadt, hätte längst an Bedeutung verloren, läge nicht am Rande der alten Hafenbefestigung der einstige Stammsitz der Zigarrenhauses Dannemann. Fast genau so alt wie das heutige Kulturzentrum ist die Brücke über den Fluss. Seit 1885 verbindet die Brücke Don Pedro II die Städte São Félix und Cachoeira miteinander. Auf dicken Bahnschwellen rumpelt der gesamte Regionalverkehr über das museumsreife Bauwerk. Rund um die Brücke herrscht immer reger Betrieb. Die Eisenbahn, wofür sie ursprünglich gebaut wurde, fährt auch heute noch mitten durch die Stadt. Ansonsten ist São Félix ein beschauliches Städtchen. Erst Geraldo Dannemann brachte Ende des 19. Jahrhunderts eine Schule und das Rathaus hierher. Prompt machte man ihn zum ersten Bürgermeister der jungen Stadt. Mit seiner Zigarrenmanufaktur kam dann auch der Wohlstand für weite Teile der Bevölkerung. Der Unternehmer war der erste in São Félix keine Sklaven mehr für sich arbeiten ließ. Noch heute liefern selbstständige Kleinbauern neben der eigenen Plantage den Rohstoff für edle Zigarren. Die entstehen nach wie vor in Handarbeit. Jede der Frauen schafft am Tag etwa 160 Stück. Ein fester Bauplan entscheidet über die Qualität der Zigarre, die vor allem gleichbleibend gut sein soll. Je nach Art des Blattes benötigt die Frau mal eines, mal zwei von jeder Sorte, um die Einlage zusammenzustellen. Diese Einlage wird in die gewünschte Form gebracht. Damit die auch hält ohne Schaden zu nehmen, bedarf es eines Tricks: „Wir wollen nicht die Zigarren zu hart drücken. Um nicht zu hart zu drücken, geben wir die Form der Zigarre mit Papier. Und dieses Papier wird nach zwei Wochen, wenn die Zigarre etwas ausgetrocknet ist, wird dann wieder das Papier weggenommen. Dann wird wieder das Deck drum gelegt, was Sie nachher sehen werden. Ein erster Test: nur Zigarren, die gut ziehen und fest gerollt sind, haben eine Chance. Diese Rohlinge werden gelagert, bis sie den Reifegrad erreicht haben, um ihr eigentliches Gesicht, das Deckblatt, zu bekommen. Die unsauberen Enden, an dem sich übrigens das meiste Nikotin des Tabakblattes befindet, müssen vorher noch entfernt werden. Viel Geschick und Fingerfertigkeit gehören schon dazu das Deckblatt sauber auf den Rohling zu bringen. Beim Wert des Tabaks liegt es auf der Hand, dass dabei möglich wenig Verschnitt entstehen darf. Das Mundstück wird kurzerhand aus so einem Rest geschnitten und mit einem Stärkekleber an seinen Platz modelliert, fertig! Jetzt werden die Zigarren erst einmal in der Klimakammer gelagert. Nach ein paar Wochen kommen sie in den Handel, dann mit Banderole. Bis eine brasilianische Zigarre die tragen darf und in Europa auf den Markt kommen kann, wird sie hier vor Ort in Bahia auf ihre Qualität und mögliche Verbesserungen geprüft. Wie bei einer Weinprobe sitzen Genussspezialisten beisammen und machen eine sogenannte „Blindverkostung. Das neutrale Geschmacksurteil entscheidet darüber, welche Sorte es zum Kunden schafft und welche nicht. Die hier hat Glück gehabt!