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Der Schriftsteller Navid Kermani zeigt sich enttäuscht von der Reaktion der Bundesregierung aber auch von Europa auf die Proteste im Iran: „Die Proteste sind eine Reaktion auf die dramatische Verschlechterung der Menschenrechte im Iran in den vergangenen Monaten. Diese unglaubliche Zunahme von Hinrichtungen, auch öffentlichen Hinrichtungen und Verfolgung der Bahais, das war alles in den letzten Monaten. Europa hat trotz aller Appelle, wenigstens etwas zu sagen, geschwiegen. Auch die Außenministerin. Und auch als die Proteste begannen war von Berlin erstmal überhaupt nichts zu hören, dann hörten wir, das habe gar nichts mit Religion zu tun. Also, das ist nicht die feministische Außenpolitik, die ich mir wünschen würde.“ Erst jetzt seien Sanktionen ins Gespräch gebracht worden, die das iranische Regime wirklich treffen könnten. Warum? „Nicht weil die Menschen im Iran sterben, nicht weil die Frauen auf die Straße gehen, sondern weil Iran durch die Drohnen in den Ukraine-Krieg eingegriffen hat. Jetzt wacht Europa auf, jetzt sieht es, dass mit diesem Land keine Stabilität herzustellen ist.“ Es sei auffällig, so Kermani, dass Olaf Scholz noch kein „einziges öffentliches Wort“ zu den Protesten gesagt habe. Europa und besonders Deutschland würde bei der Iran-Politik den Fehler der Russland-Politik, die auf „Stabilität und auf Energie“ ausgerichtet gewesen sei, wiederholen. „Man glaubt, mit diesen Atomverhandlungen an die iranischen Energiequellen heranzukommen, an das Gas vor allem, um einen Ausgleich zu haben für die Abhängigkeit von den Ölstaaten. Und dieser verhängnisvolle Fehler, dass man wieder einmal aufgrund kurzfristiger energiepolitischer Ziele und aufgrund eines falsch verstandenen Stabilitätsdenkens an einem Regime festhält, das einfach nicht Stabilität gewähren wird, dieser Fehler darf nicht wiederholt werden.“ In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Michael Krons mit dem Schriftsteller Navid Kermani über die Proteste im Iran, die Frage, warum die Reaktion Deutschlands oder Europas so lange auf sich warten ließ und darüber, warum es die Frauen sind, die seit Wochen auf die Straße gehen. „Weil sie am meisten leiden, sind sie auch diejenigen, die aufbegehren“, so Navid Kermani über die iranischen Frauen, die die Proteste anführen. „Die Unterdrückung der Frauen, die rechtliche Ungleichbehandlung und auch der gesellschaftliche Druck hat in den vergangenen 40 Jahren dazu geführt, dass die Frauen ein enormes politisches Bewusstsein herausgebildet haben, dass sie sich Bildung angeeignet haben, dass sie für ihre Rechte kämpfen.“