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Die Burg Schnellerts ist die Ruine einer Höhenburg oberhalb des Weilers Stierbach in der Gemeinde Brensbach Gemarkung Affhöllerbach im Odenwaldkreis in Hessen. Über die sagenumwobene Burg Schnellerts im Odenwald gibt es keine urkundlichen Nachweise. Ihre Geschichte ergibt sich aus archäologischen Ausgrabungen des 20. Jahrhunderts und aus der Forschungsgeschichte des Schnellerts seit dem 18. Jahrhundert. Die 1998 erschienene Denkmaltopographie des Odenwaldkreises verortet die Errichtung der Anlage in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts in spätstaufischere Zeit und nennt als mögliche Erbauer die Herren von Crumbach auf Rodenstein, die die Burg den Expansionsbestrebungen der Schenken von Erbach entgegengesetzt haben könnten. Ein 1391 erwähntes festes Huß zu Kunspach, damals in Breuberger Besitz, ist höchstwahrscheinlich mit der Burg oberhalb des Kainsbachs gleichzusetzen. Nach neueren Überlegungen könnte der Anlage möglicherweise einem im Umfeld der Grafen von Erbach belegtes Ministerialengeschlecht von Hochhausen[1] oder den Herren von Frankenstein[2] zuzuordnen sein. Eine Ziegel- und Brandlehmanalyse von Bodenfunden im Lumineszenzlabor des Curt-Engelhorn-Zentrums für Archäometrie im Klaus-Tschira-Labor für physikalische Altersbestimmung in Mannheim ergab eine Altersabschätzung von Aufbau und Zerstörung der Fachwerkbauten, die mit der Burg errichtet wurden, von etwa 1220 bis 1330 bei einer Abweichung von +/- 90 Jahren.[3] Altersschätzungen für Funde von Ofenbecherkacheln, Reste einer Glocke, einen romanischen Bogenstein und für einen hochmittelalterlichen Steigbügel stützen die Datierung der Burg. Die Burg wurde also etwas über 100 Jahre nach ihrer Erbauung wieder zerstört. Fundstücke wie auffällig viele Blidenkugeln, Pfeilspitzen und Armbrustbolzen sowie Brandspuren deuten auf ein gewaltsames Ende der Burg im Mittelalter hin, vermutlich kurz nach 1300, wie die Forschungsgemeinschaft Schnellerts meint,[4] vielleicht aber auch erst nach der Erwähnung von 1391, wie die Autoren der Denkmaltopographie meinen.[5] Der heutige Name der Burg wurde vom Berg, 1426 bei der Erwähnung einer „snelharts wiese“ erstmals genannt, auf die Anlage übertragen, der eigentliche Burgname ist nicht bekannt. Im Jahr 1742 wurde die Ruine erstmals in den Reichenberger Protokollen eines Erbacher Amtmanns erwähnt. Weitere Erwähnungen darin setzen sich bis 1796 fort. 1745 heißt es, vom „uralten Schloss“ seien „nur noch wenige Rutera zu sehen“. Ab 1747 gehörte die Ruine den Grafen von Erbach-Schönberg. In den Protokollen findet sich auch ein Hinweis auf den „Schnellertsgeist“, der durch die Scheunen der Haalhöfe geht. 1756 gehörte die Schnellertswiese zum Haalhof im Kainsbachtal unterhalb der Burg. Die Sage vom Rodensteiner verbindet die Burgruine Schnellerts mit der nahe gelegenen Burg Rodenstein, da in der Sage der Schnellertsherr durch die Luft zum Rodenstein zieht. Im 19. Jahrhundert waren zunächst noch große Steinmassen von der Ruine vorhanden. 1840 fand das erste Sommerfest auf dem Schnellerts statt, wozu das Burgareal planiert wurde. 1886 wurde die Ruine auf dem Schnellerts von dem Brensbacher Pastorensohn Professor Eduard Anthes (1859–1922), Altertumsforscher, Archäologe und Streckenkommissar der Reichslimeskommission, als mittelalterlich erkannt, bis dahin hatte die Anlage als römischer Wehrbau gegolten. 1891 wurde der Ohlyturm als hölzerner Aussichtsturm im Gelände der Ruine errichtet, wurde aber bereits 1906 wieder abgerissen. 1971 und 1972 fanden wilde Grabungen auf dem Berg statt. 1975 gründete sich die Interessengemeinschaft Schnellertsfreunde, aus der am 6. August 1976 die Forschungsgemeinschaft Schnellerts e. V. hervorging, um Restaurierungsarbeiten durchzuführen. Bis 1990 wurde ein Großteil der Mauern konserviert und restauriert. 1991 fanden wissenschaftliche Nachgrabungen statt. Die Grabungsergebnisse wurden seit 1995 von Christof Krauskopf in der Magisterarbeit: ....davon nur noch wenige rutera zu sehen seyn sollen.... publiziert. Im Alten Rathaus, dem evangelischen Gemeindehaus neben der Kirche in Brensbach, befindet sich das Schnellertsmuseum mit Funden der Ausgrabung.