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Altägyptische Philosophie: Sprache, Denken und geschichtliche Verflechtungen Interview mit Amr El Hawary Interview durchgeführt von Anke Graness Sprache des Interviews: Deutsch Fragen mit Verlinkungen: 01:11 Ist Ägypten überhaupt ein Teil Afrikas? 04:20 Gibt es Philosophie im alten Ägypten? Findet sich darin eine Beziehung zum sub-saharischen Afrika? 07:25 Wo sehen Sie Manifestationen des Philosophierens im alten Ägypten? 11:54 Was halten Sie von den Diskursen zum Weisheitsdenken als einer Form von Sozialphilosophie? Gibt es im altägyptischen Denken noch andere Formen und Themen des Philosophierens? 17:36 Lassen sich Konzepte des sub-saharischen Afrika auf die altägyptische Idee der Ma'at zurückführen? Wo sehen Sie Verbindungen zwischen dem südlichen Afrika und dem alten Ägypten? 28:16 Was halten Sie von der These, dass es sich bei der altägyptischen Kultur um eine schwarze Zivilisation handelte? In diesem Interview positioniert Prof. Amr El Hawary Ägypten klar als Teil Afrikas und beschreibt es zugleich als Brücke zwischen Nordostafrika, dem Mittelmeerraum und Westasien. Die entscheidende Frage sei nicht, ob Ägypten afrikanisch sei, sondern wie sich das Afrikanische im altägyptischen Denken zeigt. Gegenüber eurozentrischen Traditionen, die Ägypten aus Afrika herausgelöst haben, betont er die kulturelle Selbstverständlichkeit dieser Zugehörigkeit. Das Philosophieren im alten Ägypten manifestiere sich nicht in einer systematischen Metasprache, sondern in Formen wie Hymnen, Mythen, Erzählungen und visueller Poesie. Sprachlich sei es auf Zeitlosigkeit ausgerichtet: Verben würden entzeitlicht, Prozesse substantiviert, wodurch Reflexion aus der Zeit in Raum und Leiblichkeit verlagert werde. In Ritualen und Texten sei das Dauerhafte zugleich bewahrt und „vitalisiert“ worden, etwa durch Bestattungspraktiken und rezitative Performanz. Zentral ist für El Hawary der Begriff Ma’at, der nicht nur „Gerechtigkeit“ bezeichnet, sondern auch eine umfassende Weltordnung, eine kosmische Harmonie und die Formgebung abstrakter Ideen. Damit reicht der thematische Rahmen von Ma'at über die Sozialphilosophie hinaus: Fragen nach Freiheit, dem Bösen, nach Ordnung und Chaos sowie nach der Möglichkeit, das Gute zu mehren, ziehen sich als durchgängige Problemfelder durch die altägyptische Denktradition. Im Hinblick auf die Verflechtungen mit dem subsaharischen Afrika betont El Hawary wechselseitige Prozesse statt einseitige Narrative. Die kuschitische 25. Dynastie, die Schabaka-Stele oder die Piye-Stele zeigen, wie afrikanische Perspektiven das ägyptische Denken geprägt und transformiert haben. Farbcodierungen in der Kunst seien primär sozial und ikonographisch, nicht biologisch, dennoch müsse man heutige afrikanische Anliegen und Selbstdeutungen ernst nehmen. Programmatisch skizziert El Hawary eine dekolonisierende Wissenspraxis. Sie zielt darauf, epistemische Lücken zwischen „altem“ und „modernem“ Ägypten zu schließen, indem altägyptische Texte neu übersetzt und damit neu erfahrbar gemacht werden. Durch den Abbau von Sprach- und Wissensbarrieren, die Förderung innerafrikanischer Vernetzungen und die Überwindung konkurrierender Aneignungsdiskurse könne zudem eine solidarische Wissenskultur geschaffen werden, die neue Verflechtungen ermöglicht. http://glophi.com