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Replik der Orgel der Deutschen Kirche Stockholm im Zustand von 1684 (Norrfjärdens Kyrka, via Hauptwerk) | The English version of the video description has been added as a comment! Siehe auch • Gottlieb Sigismund Nittauff (Nitauff)(1685... Der Familienname dieses Komponisten gibt gewisse Rätsel auf. Sein deutschstämmiger Vater Johann Nicolaus Nit(t)au(ff) war Trompeter im Gefolge des schwedischen Reichsmarschalls Carl Gustav Wrangel, der einen großen Teil seines Lebens in Norddeutschland verbrachte; über Wrangel gelangte Joh. Nicolaus nach Stockholm, wo er seit 1678 bei der königlichen Kapelle angestellt war. Der schwedische Wikipediaeintrag zu "Gottlieb Nittauff" nennt als Namensvariante auch "Nietow", der Herausgeber der Orgelwerke, John Sheridan, auch "Nittow" (beides jeweils ohne Nachweis); Kjellberg ‒ s.u. ‒ nennt den Vater "Nittau". Namen auf -ow sorgen mit ihrem stummen w außerhalb wie sogar innerhalb Deutschlands oft für Verwirrung. Vielleicht auch deshalb wurde für das -ow gern -au substituiert (so erscheint auch heute noch der Komponist Zachow besonders in nichtdeutschen Quellen, die älteren Gebrauch spiegeln, in der Form Zachau; vgl. "Rathenow" für die Stadt bei Berlin, aber "Rathenau" für den Außenminister der Weimarer Republik). Kann es sein, daß das f oder ff von falscher Aussprache einer Endung auf -ow herrührt? Gottlieb Sigismund wurde am 11. Mai 1685 in der Deutschen Kirche zu Stockholm getauft. Ich habe nicht feststellen können, in welcher Form bei dieser Gelegenheit der Familienname erscheint. Im Archiv der Deutschen Kirche findet sich auch eine "Lista derjenigen Personen, welche am Tage der neulich gehaltenen Festivitäten, theils in der Kirche, theils in der Schule mit musiciren halffen" ‒ Anlaß war die Beisetzung Karls XI. und die Krönung Karls XII. im Dezember 1697. Für die Beisetzung werden neben anderen genannt "N.N. Nitau" sowie "dessen Bruder", für die Krönung "Trompet Nitaus Sohn" sowie wiederum "dessen Bruder" (zit. Erik Kjellberg: Kungliga musiker i Sverige under stormaktstiden, Diss. 1979, S. 244-5; online unter https://is.gd/mg1XdE ). Offenbar waren dies Joh. Nicolaus' älterer Sohn Joh. Christian (1682-?, später "Hof- und Feldpauker" im Dienst Karls XII.) sowie eben Gottlieb Sigismund. Dieser unterschreibt noch 1708 als "Gottlieb Nitau", an anderer Stelle aber auch in der Form "Nittauff". Der Herausgeber seiner Orgelwerke entschied sich für letzteres: Gottlieb Nittauff, Samtliga Orgelverk/Complete Organ Works, hg. v. John Sheridan, Stockholm 1996 (dort das Faksimile der erwähnten Unterschrift). In den Notenhandschriften (keine autograph) erscheint der Name als "Nitauff" oder "Nittauff". Auch wenn dem Schreiber der oben angeführten "Lista" von 1697 die Nitau-Kinder anscheinend nicht näher bekannt waren (N.N. = nomen nescio, d.h. er hatte den Vornamen nicht parat), ist davon auszugehen, daß sie die Schule der Deutschen Kirche besuchten, in der beide getauft waren, und dort in der Kurrende sangen. Die Musik in der Kirche hatte offenbar ein hohes Niveau. Mit ihrer Orgel muß Gottlieb großgeworden sein, und vermutlich hat er auf ihr gelernt. Die erstaunliche Geschichte dieses Instruments, das hier in der Form zu hören ist, wie Gottlieb es kannte, findet sich ausführlich hier: • Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712): Aus ... Gottlieb Sigismund wurde 1705 Organist der S:t Jacobs Kyrka in Stockholm. Das Protokoll des Presbyteriums vermerkt, er habe in Hamburg "bei einem großen Meister" studiert ("i Hamborg hoos en stor mästare"), ohne diesen zu nennen. Es muß sich um Joh. Adam Reincken oder (eher) Vincent Lübeck handeln. 1710 wechselte N. als Domorganist nach Göteborg, wo er 1722 starb. Beide hier zu hörenden Praeludia stammen aus Manuskripten eines gewissen Michael Valentin Kraus, der 1711 siebzehnjährig seinem Vater als Organist der Stadtkirche von Jönköping nachfolgte. Das in F-Dur gehört zu einer Gruppe sechs kurzer Intonationen, die Kraus seinem (ebenfalls handgeschriebenen) Choralbuch hinzufügte und die wohl als Vorspiel zur Einführung der Tonart dienten. Sie sind alle "G: Nitauff" zugeschrieben (zweimal heißt es "Nittauff") und 1711 datiert. Sheridan vermutet, daß Kraus Schüler von N. war und die Stücke Lehrbeispiele darstellen. Das "Preludium ex C di G: Nitauff ‒ Prelude pur le Pedaliter" (sic!) kopierte Kraus auf einem eigenen Notenblatt, ohne Datum. Anders als bei dem oben verlinkten Stück von Zachow benutze ich in dieser Einspielung das Hauptwerk-Sampleset der Orgel, nicht das für GrandOrgue. Die beiden sind klanglich identisch, das Hauptwerk-Set emuliert aber anders als das für GrandOrgue weder die kurze Baßoktave noch die Subsemitonien der originalen Orgel. Insofern "schummle" ich also ein wenig, oder anders gesagt mache mir das Leben ein wenig einfacher. (Die kurze Oktave stört mich nicht, mit Hauptwerk bin ich aber besser vertraut; zum Zeitpunkt der Zachow-Aufnahme stand die Orgel noch nicht für Hauptwerk zur Verfügung.) a_osiander(at)gmx.net . http://andreas-osiander.net . / andreas.osiander