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Eine Veranstaltung im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des WZB Die liberale Demokratie ist in Bedrängnis. Jenseits sozialer und ökonomischer Konflikte reichen neue Auseinandersetzungen tief in die Identität und Kultur der westlichen Gesellschaften hinein. Konflikte über Grenzen, Migration, Menschenrechte und den Umgang mit Minderheiten führen zu einer stärkeren Politisierung und Mobilisierung. Viele Menschen engagieren sich und wollen die Welt verändern. Gleichzeitig sind die Eliten in die Kritik geraten. Eine zunehmende Sprachlosigkeit zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen erschwert die Suche nach Lösungen. Die Politik muss sich auf neue gesellschaftliche Unruheherde der Demokratie einstellen. Eröffnet wurde der Dialog mit Schlaglichtern aus der WZB-Forschung. Seongcheol Kim brachte ein radikales Verständnis von Demokratie in die Debatte und reflektierte vor diesem Hintergrund über das Verhältnis von Demokratie und Populismus. Susanne Veit sprach über populistische Einstellungen und zeigte unter anderem, warum sich populistisch eingestellte Menschen gegenüber Zugewanderten häufig ablehnend verhalten. Thorsten Thiel beschrieb die Merkmale einer digital veränderten Öffentlichkeit und fragte, wie begründet deren Wahrnehmung als Unruheherd ist und welche Formen der Intervention und Regulierung geboten erscheinen. Begrüßung und Moderation: Jutta Allmendinger, Präsidentin des WZB