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Fotos: Rolf Schoellkopf Iris ter Schiphorst: DEAD WIRE (2011) - Psychotechnics of Keyboards/ a dissociative fugue für Solo-Klavier, Sampler und live-Elektronik gewidmet Christoph Grund UA: Festival eclat 2012, Stuttgart, Christoph Grund Kompositionsauftrag des Eclat-Festivals Stuttgart, in Zusammenarbeit mit dem Experimentalstudio des SWR, Freiburg Mitschnitt der Aufführung vom 22.9.2018 bei der 20. Biennale Aktueller Musik der projektgruppe neue musik bremen e.V. (Radio Bremen), Solist: Christoph Grund Der Pianist ist in diesem Stück auch Keyboarder, Auslöser der live-Elektronik und der Samples, kurz: ‚Herr über alle Tasten und Effekte’. Das heißt, er hat neben den ‚üblichen’ Klaviertasten noch zwei weitere Keyboards zu bedienen, eines zum Triggern der Samples, das andere zum Steuern der live-Elektronik. Mich hatte bei letzterer seinerzeit interessiert, eine Spielweise nach zu bilden, die eigentlich mit dem Klavier (dem Hammerklavier) nicht möglich ist, nämlich den Klang durch Tastendruck zu beeinflussen. Bei Clavichorden (einem Vorläufer des Hammerklaviers) war das in gewissem Rahmen möglich (Stichwort: Beben). Die live-Elektronik (das Patch) ist daher so gestaltet, dass der Pianist den angeschlagenen Klavierklang durch gleichzeitigen Tastendruck auf dem entsprechenden Keyboard im mikrotonalen Bereich verändern kann. Zarte winzige Glissandi sind ebenso möglich, wie das Clavichord-typisches ‚Beben’ und mikrotonale quasi stufenlose auf- und abwärts-Bewegungen. Darüber hinaus kann der Pianist den transformierten Piano-Klang mit Hilfe eines Volume-Pedals lauter werden lassen (und je nach Raum Feed-backs erzeugen), sowie mit Hilfe eines Sustain-Pedals in Echtzeit sein eigenes Spielen aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt via Tastendruck vorwärts oder rückwärts wieder abspielen. Er ist in diesem Setting somit Spieler eines ‚Hyper-Klaviers’, dem seine Geschichte und die Historizität der verschiedenen Klaviaturen (‚Keyboards’) mit eingeschrieben ist. Dies erfordert nicht nur ein völlig anderes pianistisches Denken sondern ist letztlich eine absichtsvoll komponierte Überforderung des Pianisten, die dazu führt, dass jede Aufführung ‚anders’ ist.