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In dieser Lektion klären wir die Wertebasis der Sozialen Arbeit, präzisieren das zugrunde liegende Menschenbild und machen Ethik für die täglichen Entscheidungen nutzbar. Werte sind die innere Logik der Profession und transformieren Methodik in verantwortliche Praxis . Kerninhalte und Lernziele: I. Die Grundwerte als Kompass Wir beleuchten die drei fundamentalen Grundwerte, die als Kompass dienen : • Menschenwürde: Sie bedeutet die Unverfügbarkeit des Menschen und erfordert Achtung, Schutz und Förderung . In der Praxis zeigt sich Würde in respektvoller Ansprache, der Vermeidung demütigender Situationen und transparenten Verfahren . • Gerechtigkeit: Sie umfasst Verteilungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit und Verfahrensgerechtigkeit . Gerechtigkeit ist ein Arbeitsprinzip, das Auswahl, Zugang und Ablauf strukturiert. Bei Entscheidungen unter Knappheit muss die Priorisierung begründbar und überprüfbar sein . • Teilhabe: Dies geht über bloße Anwesenheit hinaus und zielt auf wirksame Mitgestaltung von Lebensbereichen ab . Teilhabe verlangt den Abbau von Barrieren auf Strukturebene und die Befähigung auf individueller Ebene . II. DBSH-Ethikcode und Zentrale Prinzipien Der DBSH-Ethikcode bündelt Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten und dient als wichtiges Arbeitsinstrument . Er liefert Bezugspunkte in Konflikten . Zentrale Prinzipien sind: • Selbstbestimmung: Entscheidungen sollen möglichst von den Betroffenen getroffen werden, wobei Grenzen dort entstehen, wo Schutzpflichten greifen . • Vertraulichkeit: Sie dient dem Vertrauensaufbau, darf aber Schutzaufträge nicht umgehen . • Nichtschädigung: Sie erinnert daran, dass auch gut gemeinte Interventionen schädlich sein könnten (z.B. durch Abhängigkeitsverstärkung) . • Soziale Verantwortung: Sie verbindet Einzelfallhilfe mit struktureller Arbeit . III. Haltung und Entscheidungsfindung in der Praxis Haltung ist das gelebte Fundament . Wir besprechen, wie Haltung durch Respekt, Allparteilichkeit, Ressourcenorientierung und Kultursensibilität (ohne Stereotype) sichtbar gemacht wird . • Macht und Transparenz: Institutionelle Machtasymmetrien müssen anerkannt werden . Transparenz (klare Information, begründete Grenzen) schützt Klienten und Fachkräfte und macht Entscheidungen überprüfbar . • Ethische Dilemmata: Konflikte zwischen legitimen Gütern (z.B. Kindeswohl vs. Elternautonomie, Datenschutz vs. Schutzauftrag) sind unvermeidbar . Entscheidend ist, diese Konflikte zu benennen, die Abwägung zu strukturieren und Entscheidungen zu dokumentieren . • Entscheidungsmodell: Ein praktikables vierstufiges Modell liefert Orientierung: 1. Auftrag klären, 2. Optionen entwickeln, 3. Folgen prüfen, 4. Dokumentieren und reviewen . • Kommunikation: Ethische Entscheidungen müssen klar begründet und respektvoll kommuniziert werden, ohne implizite Drohungen . IV. Organisation und Teamkultur Ethik ist Teamsport . Das Vier-Augen-Prinzip, Fallkonferenzen und Supervision helfen, blinde Flecken zu reduzieren und Lernschleifen zu etablieren. Organisationen müssen Ethik in ihren Strukturen verankern (z.B. durch Leitlinien, Datenschutzkonzepte, Beschwerdewege). Qualitätssicherung ist gelebte Ethik . Am Ende leiten Sie Ihr persönliches Werteprofil ab und übersetzen es in konkrete Leitlinien für Ihr Handeln, um Haltung prüfbar und tragfähig zu machen . Ethik in Routinen verankern – das macht Soziale Arbeit wirksam und überprüfbar .