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In diesem Video zeige ich den Isenheimer Altar, ein Meisterwerk zwischen Schmerz und Erlösung. Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von „Daheim & Unterwegs“. #isenheimeraltar #colmar #museeunterlinden Folge: 248 Idee und Umsetzung: Markus Köbler Der Isenheimer Altar ist ein außergewöhnliches Meisterwerk spätgotischer Kunst. In mehreren Flügelpaaren aufgebaut, zeigt er je nach Öffnung ganz unterschiedliche Szenen – ein Wechselspiel aus Malerei und Skulptur. Entstanden ist er um 1512 bis 1516: Die eindrucksvollen Gemälde stammen von Matthias Grünewald, die Holzskulpturen von Nikolaus von Hagenau. Durch seinen komplexen Aufbau erzählt der Altar gleich mehrere Ebenen der christlichen Heilsgeschichte – in einer Tiefe und Ausdruckskraft, die bis heute berührt. Heute ist der Altar im Musée Unterlinden in Colmar zu sehen. In einem speziell gestalteten Raum entfaltet er dort seine ganze Wirkung – eindrucksvoll, bewegend und in unmittelbarer Nähe zum Betrachter. Zunächst blicken wir auf die zentrale Skulpturengruppe: Der heilige Antonius, der Namenspatron des Altars, steht im Zentrum. Neben ihm sehen wir die Kirchenväter Augustinus und Hieronymus. Oben thront Maria, von Engeln gekrönt – ein Sinnbild himmlischer Vollendung. Diese Holzfiguren bildeten das Herz des Altars, als er geschlossen war. Doch wenn die Flügel geöffnet werden, beginnt die Welt von Grünewald. In leuchtenden Farben sehen wir nun die Verkündigung an Maria, gefolgt von der Geburt Christi. Grünewald inszeniert das Licht der Geburt mit überwältigender Symbolkraft – zwischen Stille, Staunen und göttlicher Präsenz. Die Darstellung des Engelskonzerts und die Anbetung des Kindes durch Maria und Josef führen uns in eine Welt voller Hoffnung, doch auch mit Vorahnung. Dann folgt der drastische Kontrast: Die Kreuzigung Christi. Es ist eines der eindringlichsten Bilder der Kunstgeschichte. Christus, mit Wundmalen gezeichnet, der Leib schmerzlich verdreht – ein Bild des Leidens, wie es kaum eindrucksvoller dargestellt wurde. Links Maria, ohnmächtig, gehalten vom Jünger Johannes; rechts Johannes der Täufer mit dem Lamm – ein theologischer Schlüssel. Diese Darstellung war nicht nur religiöse Kunst, sie diente auch ganz praktischen Zwecken: Der Altar wurde für das Antoniterkloster in Isenheim geschaffen. Dort pflegten Mönche schwerkranke Menschen – viele litten an "Antoniusfeuer", einer schmerzhaften Krankheit durch Mutterkornvergiftung. Die drastischen Darstellungen von Schmerz, Tod – und vor allem: von Auferstehung – sollten Trost spenden, das Leiden teilen helfen, Hoffnung geben. Am Ende sehen wir die Grablegung. In völliger Dunkelheit, mit feinster Lichtführung gemalt, zeigt sie den Moment zwischen Tod und Ewigkeit. Die Gestalten tragen stille Trauer – doch Grünewald lässt schon die Ahnung von Überwindung durchscheinen. Der Isenheimer Altar ist ein Gesamtkunstwerk, das Malerei, Skulptur, Theologie und menschliche Erfahrung in einzigartiger Weise vereint. Er ist nicht nur ein Spiegel seines Zeitalters – sondern ein Kunstwerk, das auch heute noch Fragen stellt und bewegt.