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Alexander Ortlieb ist der Mann mit dem perfekten Dreh: In Bernau verwandelt er Schwarzwälder Baumstämme in kunstvolle Schalen, Pfeffermühlen und preisgekrönte Designobjekte. Alexander Ortlieb überlässt das Reden lieber seiner Frau. Er hat den richtigen Dreh raus – in seiner Werkstatt, die ein wenig an Meister Eder (ja, der vom Kobold Pumuckl) erinnert. Überall liegt Holz, die Späne fliegen, es riecht nach Leim und Lack. Mittendrin steht Ortlieb, ein Mann wie ein Baum. Was treibt ihn an? "Ich kann kreativ sein." Die Antwort ist knapp und präzise, kein Wort ist zu viel. In Bernau trifft nicht der Designer auf den Handwerker, der Drechslermeister ist beides. Alexander Ortlieb, Jahrgang 1958, entwirft und fertigt alle Produkte – von Hand. Er ist keiner, der mit dem Strom schwimmt, der Trends folgt. Seine Erzeugnisse sind hochwertig, schlicht und funktionell, aber nie massentauglich. Ein Künstler? "Nein!" Ortlieb versteht sich als Handwerker, einer, der traditionell und innovativ zugleich ist, der stolz auf das uralte Gewerk ist und über den Tellerrand schaut. Was er macht, das macht er so gut er kann. Qualitätsbewusstsein und handwerkliche Sorgfalt, typisch Schwarzwald eben. Das Ergebnis seiner Kreativität und Fingerfertigkeit spricht Augen und Hände an: gewaltige und zugleich federleichte Schalen mit samtigem Innenleben und rauer Oberfläche, die aus einem Stamm gedrechselt wurden. Tanzende Vasen, die auf der Spitze stehen und doch nicht kippen. Pfeffermühlen mit präzise geschwungenen Rillen, die wunderbar in der Hand liegen und auch noch in Jahrzehnten funktionieren. Fast durchsichtige Lichtbecher aus Lindenholz, die einen Raum verzaubern. Was an handwerklichem Können in diesen Unikaten steckt und wie viele Stunden konzentrierter und präziser Arbeit, kann ein Laie nur erahnen. Auch Alexander Ortlieb weiß es nicht: Er zählt die Arbeitsstunden eines einzelnen Teils nicht. Der Produktionsweg ist ohnehin lang und verschlungen, manchmal sind es Jahre, bis aus einem Holz ein ganz besonderes Stück wird. Zum Beispiel eine Schale. Erst wird das Holz auf einer uralten Bandsäge ("Die hat der Großvater in einem Hühnerstall gefunden") zugeschnitten, dann drechselt Alexander Ortlieb daraus einen Rohling, bei dem die Größe und die Form der Schale bereits zu erahnen sind. Zum Trocknen wandert das grobe Teil auf den Dachboden. Wenn die Zeit reif ist, werden die Rohlinge seitlich liegend in eine Maschine eingespannt, dort drehen sie sich mit atemberaubender Geschwindigkeit – und der Meister gibt ihnen den letzten Schliff. Wald-Wälder und Welt-Wälder Wer mit Holz arbeitet, hat ein anderes Verhältnis zur Zeit. Das ist die erste Lehre des Werkstattbesuchs. Die zweite: Holz hat sein Eigenleben. "Es gibt vor, was es werden will", sagt der Drechslermeister. Das hat ihn schon als Kind fasziniert. Es gibt Wald-Wälder und Welt-Wälder, heißt es. Die Ortliebs sind beides. Sie lieben die 2000-Seelen-Gemeinde Bernau, "ein Bilderbuchdorf", wie Ruth Ortlieb sagt. In Bernau ist der Schwarzwald kein schwarzer Wald. Das Hochtal ist lang und breit. Wohnung, Werkstatt und Laden sind unter einem Dach – im 200 Jahre alten Elternhaus. Von dort exportieren sie in alle Welt. Unter einer einzigen Einschränkung: Es muss das Beste sein. "Andere dürfen zwar billiger produzieren, aber nie qualitativ hochwertiger." Seinen Kunden sind bereit, für ausgezeichnetes Design und hohe handwerkliche Qualität einen anständigen Preis zu zahlen. Produkte mit dem Wow-Effekt Ruth Ortlieb kümmert sich um den Wow-Effekt. "Mein Mann macht besondere Produkte, ich bin für die Präsentation zuständig – vom Seidenpapier über die Verpackung bis zur Homepage, alles muss stimmig sein!" Der Lohn für die Mühen sind nicht nur die erstklassigen Geschäftsadressen in Europa, Asien oder in den USA, die Ortliebs’ Produkte ebenso führen wie das Vitra Design Museum, das Museum of Modern Art oder der Flagship-Store von Calvin Klein an der Madison Avenue in New York, sondern auch zahlreiche Designpreise. Zum Beispiel für die "Jungen Schalen". Auf den ersten Blick puristische Holzschalen mit ganz eigenem Charakter. Die Herstellung ist delikat: Weil das Material frisch dem Stamm entnommenes Holz ist, müssen sie, wie guter Wein, in aller Ruhe reifen. Unterm Dach trocknen sie sehr langsam, dabei verformen sie sich zufällig und entwickeln ihre gewünschte Festigkeit, die puristische Form verliert ihre Strenge. Die Natur hat aber auch ihre Tücken: Wenn das Holz beim Trocknen springt, ist die Schale ruiniert. Esche, Raucheiche, Ahorn, Kirschbaum, Birnbaum, Nussbaum …, gut 20 Holzarten werden in der Werkstatt verarbeitet. Das meiste kommt aus dem Schwarzwald, einiges wird aus Nordamerika und aus Mittelmeerländern importiert. Manchmal meldet sich auch ein Holzhändler: "Herr Ortlieb, ich hätte da etwas ganz Besonderes für Sie." Mehr Informationen unter: https://www.badische-zeitung.de/desig... #badischezeitung #Bernau #BZAltesHandwerk