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Im Juli 1908, vier Monate vor der Fertigstellung der ersten Sektion, wurde mit dem Bau der 2. Sektion auf den Niesen Kulm begonnen. Aufgrund der anspruchsvollen Topografie in der Linienführung waren bei dieser Sektion für die Unterquerung des Räbmattli der Ausbruch eines 100 Meter langen Tunnels von unten erforderlich. Da die Bergstation an der Nordflanke zu liegen kam, musste für deren Errichtung Sprengarbeiten getätigt werden, um das Maschinenhaus unterbringen zu können. Zwischen Tunnel und Bergstation wurde zur Anpassung des Streckengefälles und zur Überbrückung von kleineren Lawinenzügen das Hegern-Viadukt errichtet. Um die Baustellen besser bedienen zu können, wurde im Jahr 1909 zwei Luftseilbahnen für den Transport errichtet. Am 15. Juli 1910 erfolgte mit einem Jahr Verzögerung, bedingt durch die Baulichen zusatzaufwände als auch durch die schneereichen Winter, die Betriebseröffung der Bahn. Um für den Fahrgast den Wechsel zwischen erster und zweiter Sektion mit deren unterschiedlichen Neigungen in den Endlagen in deren Umsteigezone zu erleichtern, wurden die Umsteigebereiche im Zickzack angeordnet. Die zweite Sektion überwindet den Höhenunterschied von 977 Metern mit einer schiefen Länge von 1388 Metern. Von der Talstation Schwandegg auf 1700 m.ü.M. steigt die Strecke zuerst im Nadelwand langsam und stetig an. Unterhalb des Räbmattli wird durch ein kurzes Viadukt der geländeeinschnitt überquert, bevor die Schutzgallerie mit der abtschen Ausweiche erreicht wird. Danach folgt der Tunnel unter der Räbmattli bis zum Hergern-Viadukt, bei welcher die Strecke in einer Rechtskurve führt. Nach der Kurve mündet das Viadukt in einen erhöhten Mauerunterbau und führt von dort aus gerade durch einen mehr als 150 Meter lange Schutzgallerie zur Bergstation Kulm auf 2335 m.ü.M, wo auch die grösste Steigung der Sektion von 68 % erreicht wird. Auch diese Sektion besass anfänglich offene Wagen und besass ebenfalls ursprünglich als Antrieb eine typisches offenes Räderwerk, welches per Flachriemen von einem Schleifringankermotor angetrieben wurde. Auch mit 1.25 m/s war die Fahrgeschwindigkeit ursprünglich identisch mit der ersten Sektion. 1947 erfolgte der erste Umbau mit dem Ersatz des offenen Untersetzungsvorgelege durch ein geschlossenes Getriebe und durch Einbau eines neuen Motors mit einer neuen Steuerung, womit die Fahrgeschwindigkeit auf 2 m/s erhöht wurde. Auch hier wurden die offenen hölzernen Wagen 1949 durch geschlossene Leichtmetall-Wagen von Gangloff ersetzt. Das bereits 1919 durch eine Lawine beschädigte Hegern-Viadukt musste nach einem wiederholten Lawinenniedergang 1978 erneut teilweise ersetzt werden. Die Tragelemente in den wiederaufgebauten Segmenten stammen dabei von der Maschinenfabrik Habegger aus Thun. Nach 1947 verliert sich leicht die Geschichte der Erneuerungen der zweiten Sektion. Aufgrund hinweisen auf älteren Bildern ist es wahrscheinlich, dass das vorgelegene Getriebe und die dazugehörige Elektromechanik und Steuerung zwischen 1947 und 1997 mindestens einmal erneut ersetzt sein worden müsste. Im Herbst 2022 wurde mit dem Abbruch des kompletten Antriebes samt dem seit 1910 vorhandenen gusseisernen Antriebsrad begonnen und dieser durch einen komplett neuen Antrieb von Garaventa ersetzt. Die SISAG Altdorf lieferte die Steuerung und die Fernwirk- und Überwachungsanlage. Was nach wie vor geblieben ist, sind die originalen Drehgestelle, die scheppernden Leichtmetallwagen und die grösstenteils erhaltene Trasse, womit das rumpelige und entschleunigende Fahrgefühl aus der Zeit des Standseilbahnboomes anfangs des 20. Jahrhunderts erhalten bleibt und als Teil der Bahn gepflegt wird.