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Als der Videoanalyst Vincent Leifholz im Januar 2020 zur Profimannschaft des FC Hansa wechselte, war er gerade einmal 23 Jahre alt. Trotzdem spielte er knapp anderthalb Jahre später beim lang ersehnten Wiederaufstieg der Rostocker aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga eine wichtige Rolle. Im Trainerteam von Hansas damaligem Chefcoach Jens Härtel war er verantwortlich für Spielanalysen, Gegnervorbereitungen, Gruppen- und Einzelbesprechungen mit den FCH-Profis. Wie das aussah, erzählt der mittlerweile 30-Jährige in der neuesten Folge von „Nachspielzeit“, dem OZ-Podcast rund um Hansa Rostock. Dort spricht er zudem über seinen Weg in den außergewöhnlichen Job. Seine wichtigste Aufgabe: „Es geht nicht darum, zu zeigen, was der Gegner macht, sondern vielmehr, was das fürs eigene Spiel bedeutet. Das Video dient der Einstimmung, aber ist nur Theorie. Das Wichtigste ist die Umsetzung draußen im Training, wo Schwerpunkte gesetzt werden, das Anlaufen geübt wird und bestimmte Räume bespielt werden.“ Bei seinen Stationen in Rostock, Mainz, bei Union Berlin und in Hannover arbeitete Leifholz mit verschiedenen Trainern zusammen. „Für mich war immer eine direkte Kommunikation mit dem Cheftrainer wichtig. Was ich nicht mag, ist, wenn hinterm Rücken gesprochen wird.“ Der gebürtige Hildesheimer, der auch in Niedersachsen aufwuchs, wohnt heute in Rostock. Die Ostseeküste ist seine Wahl-Heimat geworden. Dem FC Hansa drückt er weiter fest die Daumen. Die Kogge sei auf einem guten Weg, ist der Experte überzeugt. „Der Verein hat gelernt, die Ruhe zu bewahren und an seinem Plan festzuhalten, auch wenn die Ergebnisse nicht immer gut sind.“ Man müsse bei sich bleiben, sowohl die Verantwortlichen als auch Mannschaft und Trainerteam. Er sei optimistisch, dass die Rostocker den Aufstieg schaffen können, sagt Leifholz. Wie er das begründet und warum er den Abgang von Ryan Naderi als richtige Entscheidung betrachtet, erfahrt ihr in der Folge.