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Schloss Hohentübingen - Geschichte. Das hoch über der Stadt thronende Schloss wurde erstmals 1078 als „castrum tuingia“ erwähnt. Die Herren von Tübingen waren seit dem 12. Jh. Pfalzgrafen und residierten auf dem 372 Meter hohen Berg, bis sie 1342 hochverschuldet die Burg und die Stadt Tübingen für 20.000 Pfund Heller an die Grafen von Württemberg verkaufen mussten. Als Herzog Eberhard 1496 auf Schloss Hohentübingen starb, bestand die Anlage weitgehend noch aus ihrer mittelalterlichen Substanz. Erst unter Herzog Ulrich von Württemberg begann der Ausbau. Ab 1509 ließ er von seinem Baumeister Heinz von Lüder um die Burg einen Befestigungsring mit vier Ecktürmen errichten und begann dann mit dem Abriss der alten Anlage, um Platz zu schaffen für den Bau eines vierflügeligen Renaissance-Schlosses. Während der Bauarbeiten kam es zu einem brutalen Mord mit weitreichenden Folgen: Der herzogliche Stallmeister Hans von Hutten hatte die heimliche Affäre des Herzogs mit Huttens Gattin öffentlich gemacht. Herzog Ulrich sah darin Hochverrat. Obwohl Freunde den Stallmeister vor der Rache des Herzogs gewarnt hatten, nahm er am 8. Mai 1515 an einem Jagdausflug in den Böblinger Forst teil. Geschickt sonderte sich Ulrich mit Hans von Hutten von der übrigen Jagdgesellschaft ab. Er ermordete den Stallmeister und schändete den Leichnam, indem er ihn mit dem Gürtel wie einen gemeinen Verbrecher an seinem Degen aufhängte. Als die Tat bekannt wurde, wandten sich mehrere Landvögte an Kaiser Maximilian und zeigten den Mord an. Als Reaktion ließ Ulrich sie hingerichtet. Mit seinem Überfall 1519 auf die freie Reichsstadt Reutlingen brachte Ulrich das Fass endgültig zum Überlaufen. Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, der im Bauernkrieg von 1525 als „Bauern-Jörg“ zu zweifelhaftem Ruf gelangen sollte, warf ihn aus dem Land. 1534 durfte Ulrich zurückkehren. Erst jetzt konnten die Arbeiten an der vierflügeligen Anlage mit Innenhof und vier Treppentürmen vollendet werden. Gemeinsam mit den Festungsanlagen von Hohenneuffen, Hohenurach, Hohensaperg Hohentwiel sowie Schorndorf und Kirchheim bildete Schloss Hohentübingen ein Netz von Festungen zur Verteidigung des Herzogtums. Eigentlich wurde Hohentübingen schon damals nur noch als Nebenresidenz genutzt. Die eigentlichen Residenzen waren in Stuttgart und in Urach. Anfang des 17. Jh.s ließ Herzog Friedrich I. das Schloss weiter ausbauen. 1607 entstand das prachtvolle Hof-Portal. Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges belagerten französische Truppen, die mit den Schweden verbündet waren, Hohentübingen. Die Verteidigungsmannschaft im Schloss bestand aus 200 bayerischen Soldaten. Die Franzosen trieben einen Stollen unter den Wehrturm an der süd-östlichen Ecke. Am 4. März 1647 jagten sie den Turm mit Pulver in die Luft. Wenige Tage später wurde ihnen die Festung übergeben. Mitte des 18. Jh. zog die Universität in einen Teil der Schlossanlage ein. 1816 übertrug der württembergische König Wilhelm I. der Universität das gesamt Schloss. Im Rittersaal wurde die Universitätsbibliothek untergebracht. In einem Turm richtete man eine Sternwarte ein. In der Schlossküche kochten Chemiker Säuren und mischten chemische Verbindungen. Im Schlosskeller befindet sich bis heute das von Herzog Ulrich erbaute Riesenfass. Es fasst 84.000 Liter, war aber nur zwei Mal mit Wein gefüllt. Dieses Fass veranlasste Goethe bei seinem Besuch im Jahre 1797 zu der süffisanten Bemerkung: „Hätten die Schwaben nicht ihren Wein, sie wären zu höherem bestimmt.“ https://www.tuebingen-info.de/de/attr... Fotos: K. Weinstock