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#EnsembleRecherche #NeueMusik #ContemporaryMusic #Musik #Music #Konzert #Concert #postcolonial #postcolonialrecherche Variationen über Eroberungen und ihre Begleitmusik „Es muss immer weiter geh’n, Musik als Träger von Ideen“, heißt es bei Kraftwerk. Seit der Neuzeit prägt die Idee vom stetigen Fortschritt die europäische Kultur: „Plus ultra“, zum Äußersten, soll es gehen – auf dem Globus und seinen Weltmeeren, aber auch in der Musik. In seiner Essay-Sammlung „Karte, Uhr und Partitur“ zeigt der Freiburger Komponist Johannes Schöllhorn Parallelen zwischen kolonialer Welteroberung und musikalischem Fortschrittsdenken auf. Mit den postkolonialen Debatten entstehen jedoch vermehrt Zweifel an diesem Fortschrittsglauben. Wie lässt sich aus einem westlich-musikalischen Blickwinkel kritisch mit der eigenen kolonialen Geschichte und deren gegenwärtigen Folgen umgehen? Und wie komponieren Künstler*innen aus ehemals kolonisierten Ländern? Das Projekt „Exit Plus Ultra“ präsentiert sechs musikalische Perspektiven auf diese Fragen und mündet in ein Konzert in Freiburg sowie einen Radioessay für den Deutschlandfunk. Begleitet wird es von der Dramaturgin Elisa Erkelenz. Elisa Erkelenz über das Programm: „In Johannes Schöllhorns Texten finden sich viele musikalische Verweise, so zum Beispiel auf eine im 20. Jahrhundert zusammengestellte Suite mit Stücken von Georg Philipp Telemann, die für sich beansprucht, die ganze Welt abzudecken. Neben Stücken im Stil des Kurfürstentum Hannover oder des Stift Hildesheim stehen dort auch Werke, die einfach mit „Afrika“ und „Asien“ betitelt sind. Das sagt schon viel aus. Diese Suite wird von dem Komponisten Leopold Hurt zerlegt. Er ist selbst nicht nur Zither-Spieler, sondern auch Alte Musik-Experte, daher haben wir ihn für einen zeitgenössischen Blick auf das Stück angefragt. Farzia Fallah befasst sich auf sehr freie Weise mit dem Unbekannten und mit den im Text erwähnten musikalischen Orientalismen, die sie über Umwege zu einer blau gekachelten Moschee in Isfahan (Iran) und ihrem besonderen Nachhall geführt haben. Johannes Schöllhorn zieht sich als dezenter Bearbeiter von Tangos und Milongas Schwarzer Komponist*innen wie Joaquín Mora oder Enrique Maciel für die Recherche-Besetzung zurück und lässt die Musik für sich sprechen. Alle drei Komponist*innen waren dabei sehr frei, so haben sich auch drei sehr unterschiedliche Zugriffe ergeben. Im Konzert werden die Stücke in voller Länge zu hören sein, der Text bewegt sich um sie herum.“ Zudem sind drei Uraufführungen aus dem Projekt „Postcolonial Recherche“ zu hören: vom philippinischen Komponisten AJ Villanueva, dem nigerianischen Komponisten Ayọ̀ Olúrántí und der peruanischen Komponistin Macri Cacéres. Die Komponist*innen melden sich mit kurzen per Video eingeblendeten Statements zu Wort. Mit Uraufführungen der Werke von Johannes Schöllhorn, Farzia Fallah, Leopold Hurt, AJ Villanueva, Macri Cacéres und Ayọ̀ Olúrántí. Informationen zu den „Postcolonial Recherche“-Fellows AJ Villanueva, Macri Cacéres und Ayọ̀ Olúrántí: https://www.ensemble-recherche.de/fel... Elisa Erkelenz, Dramaturgie Lena Drieschner, Sylvana Seddig, Sprecherinnen Jakob Boeckh, Visual Artist Abonniert unseren Kanal: / @ensemblerecherche Webseite: https://www.ensemble-recherche.de/ Instagram: / ensemblerecherche Facebook: / ensemblerecherche