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Der Tischtennis-Spieler Hartmut Freund aus Bietigheim-Bissingen hat bei den Europaspielen für Leistungssportler mit intellektueller Behinderung in Paris sensationell Bronze im Herren-Einzel gewonnen. Es ist die erste Einzel-Medaille für den schwer geistig behinderten Sportler bei einer Europameisterschaft und damit sein bisher größter internationaler Erfolg. Freund zog bei dem Wettkampf des Weltverbands INAS nach drei Siegen und einer Niederlage als Zweiter seiner Vorrundengruppe ins Viertelfinale ein. Dort gelang der Nr. 28 der Weltrangliste ein nicht für möglich gehaltener Coup, als er die Nr. 9 des INAS-Rankings, den Franzosen Richard Vallée, vor dessen heimischer Kulisse mit 11:7, 9:11, 11:9 und 11:7 niederrang. Vallée ist wegen der langen Noppen auf seinem Schläger gefürchtet, mit denen er den Ball tischnah absticht, um das Spiel des Gegners zu stören. Doch Freund, der dem Franzosen zuvor in sechs Partien fünfmal unterlegen war, legte furios los und gewann den ersten Satz. Als Vallée im zweiten Satz einen 7:9-Rückstand in einen 11:9-Satzgewinn ummünzte, schien der Favorit auf der Siegerstraße zu sein. Daraufhin setzte Freund den Defensiv-Strategen jedoch mit einem fulminanten Powerplay aus variablen Aufschlägen, gefühlvollen Hebern und knallharten Schüssen derart unter Druck, dass er die folgenden Sätze mit 11:9 und 11:7 zum Matchgewinn für sich entscheiden konnte. Nach der Partie ertönten "Hartmut, Hartmut!"-Sprechchöre in der Pariser Halle Georges Carpentier. Im Halbfinale unterlag der 50-Jährige dem Türken Garip Olcas in drei Sätzen, doch tat dies der ausgelassenen Stimmung in der kleinen deutschen Delegation ob des unerwarteten Medaillengewinns keinen Abbruch. Der Franzose Lucas Créange holte später Gold. Unter den Augen der französischen Sportministerin Laurie Flessel nahmen 19 Tischtennis-Sportler mit einer geistigen oder einer Lernbehinderung an der Herren-Konkurrenz teil. Bei den Spielen wurden vom 14. bis 22. Juli Europameister in neun Sportarten gekürt. Insgesamt traten über 300 Athleten aus 20 Ländern bei den Wettkämpfen in der Seine-Metropole an. Freund war der einzige vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) gemeldete Sportler. Der Weltverband INAS organisiert rund 300.000 Leistungssportler mit einer geistigen Behinderung, einer Lernbeeinträchtigung oder einer psychischen Erkrankung in mehr als 80 Mitgliedsländern. Freund ist wegen der Schwere seiner geistigen Behinderung - er hat einen IQ von unter 50 - gegenüber seinen meist nur lernbehinderten Gegnern benachteiligt. Auf einer Konferenz am Rande der Europaspiele in Paris berieten Experten aus aller Welt, darunter Wissenschaftler des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), über Möglichkeiten, die Wettbewerbe durch spezielle Startklassen für schwerer behinderte Athleten fairer zu machen. Hartmut Freund wird seit Jahren durch die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen (SWBB) und den internationalen Tischtennis-Ausrüster JOOLA gesponsert. Der geistig behinderte Sportler ist im Aktiven-Bereich für den TTC Bietigheim-Bissingen spielberechtigt. Im Senioren-Mannschaftssport startet er für den TSV Korntal. Darüber hinaus ist er aktives Mitglied von vier weiteren Regelsportvereinen, bei denen er auch häufig trainiert. Im Behindertensport ist Freund für den BSV Walldorf und die TSG Reutlingen Inklusiv startberechtigt.