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Tatjana Ohlig Diplom-Psychologin Rheingauer Str. 39 in 65343 Eltville Telefon: 06123-974 364 E-mail: kontakt@praxis-ohlig.de Web: www.praxis-ohlig.de Wenn andere längst weitergegangen sind, passiert es manchmal: Jemand fragt ganz selbstverständlich nach deinem Angehörigen. Oder erzählt etwas „wie früher“, als wäre nichts geschehen. Für Außenstehende ist es oft ein gedankenloser Moment. Für dich als Trauernde kann es sich anfühlen wie ein Stich. Viele beschreiben dann dieses typische Erstarren: Der Körper wird plötzlich still, der Kopf wird leer, das Herz schlägt schneller – und gleichzeitig fehlt jedes passende Wort. Das ist keine Überempfindlichkeit. Das ist eine ganz normale Schutzreaktion: Trauer ist Bindung, und der Verlust bleibt im Nervensystem gespeichert. Wenn die Umgebung so tut, als gäbe es den Verlust nicht, kollidieren zwei Wirklichkeiten. Und genau das kann verletzen. Vielleicht kennst du auch den inneren Konflikt: Einerseits willst du nicht „schwierig“ sein oder die Stimmung kippen. Andererseits tut es weh, wenn dein Mensch – der so wichtig war – in der Sprache der anderen plötzlich nicht mehr vorkommt. In so einem Moment darfst du dir eine Sache erlauben: Du musst nicht perfekt reagieren. Du darfst kurz Luft holen. Du darfst sagen: „Moment.“ Schon dieser Mini-Stopp hilft dem Körper, aus dem Schock herauszufinden. Und dann kann eine Antwort hilfreich sein, die klar ist – aber ohne Vorwurf. Etwa so: „Ich merke gerade, das trifft mich. Er/Sie ist vor einiger Zeit gestorben.“ „Du hast es wahrscheinlich nicht so gemeint – ich wollte es nur kurz sagen: Er/Sie lebt nicht mehr.“ „Ich bin gerade kurz sprachlos. Mir ist wichtig, dass du weißt: Er/Sie ist gestorben.“ „Danke fürs Nachfragen. Es ist schwer für mich – aber ja, er/sie ist nicht mehr da.“ Das sind Sätze, die informieren, ohne anzugreifen. Sie schützen dich und geben dem Gegenüber eine Chance, angemessen zu reagieren. Und falls danach etwas kommt wie „Oh Gott, das wusste ich nicht“ oder „Entschuldige, ich habe das vergessen“: Auch das kann wehtun. Vergessen wird in der Trauer oft als „nicht wichtig genug“ erlebt – selbst wenn es von der anderen Person nicht so gemeint ist. Du darfst dann nachlegen, wieder ohne Vorwurf, aber mit deiner Wahrheit: „Ich weiß, das passiert. Für mich ist es nur jedes Mal wieder sehr präsent.“ Ein zweiter, oft entlastender Schritt ist: Den Verstorbenen selbst regelmäßig ins Gespräch bringen – nicht nur dann, wenn andere es „richtig“ machen. Trauer wird schwerer, wenn du das Gefühl hast, du müsstest deinen Menschen verstecken, um sozial kompatibel zu bleiben. Du darfst ihn oder sie erwähnen, ganz selbstverständlich: „Neulich musste ich an ihn/sie denken, weil …“ „Das hätte er/sie geliebt.“ „Seit seinem/ihrem Tod ist für mich vieles anders – und das begleitet mich.“ Damit setzt du eine neue Norm: Dein Angehöriger bleibt Teil deiner Welt und deiner Sprache. Und ja – manche Menschen können das gut halten, andere weniger. Das ist dann auch eine Information darüber, wie viel Nähe und Resonanz dort möglich ist. Wenn du in solchen Situationen immer wieder erstarrst, lohnt sich ein kleines inneres Vorgehen – ego-state-freundlich gedacht: Ein Teil in dir wird verletzt und schützt dich, indem er dich „still stellt“. Du kannst diesem Teil innerlich kurz signalisieren: „Ich sehe dich. Danke. Ich übernehme jetzt.“ Und dann einen Satz wählen, der zu dir passt. Nicht lang. Nicht erklärend. Nur klar. Zum Schluss: Wenn dir das passiert, ist das nicht nur unangenehm – es ist ein sekundärer Verlustmoment. Du wirst kurz erneut mit der Realität konfrontiert, während die andere Person noch im „früher“ ist. Dass das weh tut, ist logisch. Und gleichzeitig kannst du lernen, dich darin zu führen: freundlich, deutlich, ohne dich zu verleugnen. Wenn du magst, kann ich dir aus diesen Bausteinen auch eine runde YouTube-Sprechfassung machen (mit kurzer Hook am Anfang und einem Abschluss-Satz), oder drei Varianten: sehr kurz, mittel, emotionaler.