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Rainer Noll spielt die Partita über "Ach wie flüchtig, ach wie nichtig" von Georg Böhm (1661 - 1733) auf der von Johann Christian Köhler (1714 - 1761) 1752-54 erbauten Orgel der Ev. Kirche in Hofheim-Wallau - Live-Mitschnitt des 1. "Airport Chapel Concert" am 21.11.1981 (Rainer Noll war künstlerischer Leiter dieser Konzertreihe des Rhein-Main-Flughafens Frankfurt/Main). 0:00 Infos 0:26 Partita Die Orgel war bei der Aufnahme mitteltönig gestimmt und steht im süddeutschen "Chorton", d.h. sie klingt einen Halbton höher als die heutige Normalstimmung mit a=440'. Disposition siehe Video. Georg Böhm wurde 1661 in Hohenkirchen bei Ohrdruf (Thüringen) geboren. 1675 Übersiedlung nach Goldbach zum Besuch der Lateinschule. 1678 - 1684 Gymnasium in Gotha, danach Studium in Jena und mehrere Jahre in Hamburg, bis er 1698 die Kantorenstelle an St. Johannis in Lüneburg annahm, die er bis zu seinem Tod 1733 bekleidete. Von 1700 bis 1702 war Johann Sebastian Bach Schüler des Michaelisklosters in Lüneburg. Man nimmt an, dass Böhm für ihn hier die Rolle eines Mentors einnahm, der prägenden Einfluss auf die Entwicklung des Jungen hatte. Hier noch der Text des Liedes von Michael Franck (1609 - 1667) mit allen 13 Strophen, der auch die Melodie schuf (Originalorthographie, die Strophen 1-4, 6, 10, 12 und 13 stehen heute noch im EG 528): Ach wie flüchtig, Ach wie nichtig Ist der Menschen Leben! Wie ein NEBEL bald entstehet Und auch wieder bald vergehet, So ist unser LEBEN, sehet! Ach wie nichtig, Ach wie flüchtig Sind der Menschen Tage! Wie ein Strohm beginnt zu rinnen Und mit lauffen nicht helt innen, So fährt unsre Zeit von hinnen! Ach wie flüchtig, Ach wie nichtig Ist der Menschen Freüde! Wie sich wechseln Stund und zeiten, Licht und Dunckel, Fried und streiten, So sind unsre Fröligkeiten ! Ach wie nichtig, Ach wie flüchtig Ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, Wenn ein rauhes Lüfftlein wehet, So ist unsre Schöne, sehet! Ach wie flüchtig, Ach wie nichtig Ist der Menschen Stärcke! Der sich wie ein Löw erwiesen, Überworffen mit den Riesen, Den wirfft eine kleine Drüsen! Ach wie nichtig, Ach wie flüchtig Ist der Menschen Glücke! Wie sich eine Kugel drehet, Die bald da, bald dorten stehet, So ist unser Glücke, sehet! Ach wie flüchtig, Ach wie nichtig Ist der Menschen Ehre! Über den, dem man hat müssen Heüt die Hände höflich küssen, Geht man morgen gar mit Füssen! Ach wie nichtig, Ach wie flüchtig Ist der Menschen Wissen! Der das Wort kunt prächtig führen Und vernünfftig discurriren, Muß bald alle Witz verlieren! Ach wie flüchtig, Ach wie nichtig Ist der Menschen Tichten! Der, so Kunst hat lieb gewonnen Und manch schönes Werck ersonnen, Wird zu letzt vom Todt erronnen ! Ach wie nichtig, Ach wie flüchtig Sind der Menschen Schätze! Es kan Gluht und Fluth entstehen, Dadurch, eh wir uns versehe Alles muß zu trümmern gehen! Ach wie flüchtig, Ach wie nichtig Ist der Menschen Herrschen! Der durch Macht ist hoch gestiegen, Muß zu letzt aus unvermügen In dem Grab erniedrigt ligen! Ach wie nichtig, Ach wie flüchtig Ist der Menschen Prangen! Der im Purpur hoch vermessen Ist als wie ein Gott gesessen, Dessen wird im Todt vergessen! Ach wie flüchtig, Ach wie nichtig Sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, Das muß fallen und vergehen: Wer GOtt fürcht, wird ewig stehen! Zur Interpretation Rainer Nolls: https://erbacher-hof.de/schweitzer/te... Homepage: https://www.erbacher-hof.de