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nach der Erzählung „Chodscha Nasreddin" von Leonid Solowjew Chodscha Nasreddin: Winfried Glatzeder Emir von Buchara: Kurt Böwe Dschafar - der Wucherer: Rolf Hoppe Töpfer Nijas, alter Mann: Rolf Ludwig Gjüldschan - Nijas Tochter: Simone von Zglinicki Hussein Guslija: Herwart Grosse Bachtjar - Wesir: Erik S. Klein Jussup - Schmied: Martin Trettau Arslanbeg - Oberwächter: Stefan Lisewski Wächter, Soldaten: Peter Bause, Günter Sonnenberg Zöllner, Wirt Ali: Horst Weinheimer Eunuch: Michael Gwisdek zwei Brüder: Lothar Förster, Michael Gwisdek Die Schallplattenfassung basiert auf der Erzählung von Leonid Solowjew „Chodscha Nasreddin", erschienen bei Der Kinderbuchverlag in der Übersetzung von Ena v. Baer. Schallplattenfassung und Regie: Dieter Scharfenberg Komposition: Christian Steyer Mitglieder des Arbeitertheaters des Zentralen Hauses der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, Berlin Musik und Gesang: Christian Steyer Liedtext: Dieter Scharfenberg Geräusche: Heinz Heppner Tonregie: Karl Hans Rockstedt (ab 10 Jahren) Covertext: Der historische Chodscha Nasreddin lebte im 14. Jahrhundert in der türkischen Provinz Anatolien. Ähnlich wie die niederdeutsche Volksgestalt Till Eulenspiegel wurde er zur zentralen Figur hunderter im Volk weitererzählter Schwänke und Anekdoten, in denen häufig die herrschenden feudalen Ausbeutungs- und Abhängigkeitsverhältnisse auf witzige Weise mit den Sehnsüchten und Gerechtigkeitsvorstellungen des arbeitenden Volkes konfrontiert werden. Die Geschichten verwandelten sich beim Weitererzählen, denn die Erzählenden ließen die ihrer Zeit gemäßen sozialen und moralischen Wertvorstellungen einfließen. So bieten die vom türkischen Schriftsteller Mehmet Tewfik (1844-98) gesammelten und herausgegebenen 515 Anekdoten und Schwänke in ihrer Gesamtheit ein buntschillerndes, uneinheitliches Bild, das der schöpferischen Phantasie neuerer Erzähler reichen Spielraum läßt. Unsere Schallplatte folgt der Erzählung „Chodscha Nasreddin" des sowjetischen Schriftstellers Leonid Solowjow. Er macht das traditionsreiche mittelalterliche Buchara zur Heimat des Volkshelden und formt aus überliefertem Material eine zusammenhängende, spannende, witzige Abenteuergeschichte. Solowjow stattet Nasreddin mit allen jenen Eigenschaften und Wesenszügen aus, die ihm einst den Haß der Oberen zuzogen und die Liebe des Volkes sicherten -- und um derentwillen er im Gedächtnis vieler Völker bis in unsere Zeit fortlebt.