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Samstagabend, kurz vor halb sieben – und in unserer Ruine beginnt die nächste Runde im Dauerkonflikt der Nachbarinnen. Kaum ist es dämmrig, startet Isolde ihren nächsten Angriff auf die Nilgans im unmittelbar benachbarten Nest. Die Gänsemutter weicht – wie so oft – nur für wenige Minuten und kehrt dann entschlossen zurück. Standhaftigkeit gehört bei Nilgänsen zur Grundausstattung. Wenig später bemerkt Isolde, dass auch Tristan in der Ruine eingetroffen ist (2:00). Das scheint zusätzliche Motivation zu sein: Sie geht erneut zum Angriff über. Die Gans flattert im Dunkel durch die Ecke der Ruine – und wird beim Abflug beinahe von der großen Eule erwischt. Ein intensiver Moment im Halbschatten der alten Mauern, nur erhellt durch die Infrarotlampen unserer Kameras. Kurz darauf treffen sich die beiden Uhus gegenüber. Isolde entdeckt ein Stück Beute und widmet sich ihm eine Weile – ein notwendiger Energiehaushalt, denn Brutverteidigung kostet Kraft. Währenddessen kehrt die Gänsemutter wieder zurück. Und Isolde? Gibt dafür sogar ihr Abendessen auf (3:45). Die dritte Attacke innerhalb einer halben Stunde folgt prompt. Es ist deutlich: Diese Nähe der Nester bleibt hochbrisant, und Isolde meint es ernst. Mit einem letzten Kontrollflug zum Fenster oberhalb des Gänsenests dreht sie noch eine kurze Runde – gewissermaßen der nächtliche Sicherheitscheck – und kehrt dann zu ihrem eigenen Gelege zurück. Kurz nach Mitternacht sitzt Tristan hoch oben auf der Mauer (7:00). Im eleganten Segelflug bringt er Beute hinunter zu Isolde ins Nest – eine Ratte. Typisch für Uhus: Das Männchen übernimmt in der Brutzeit einen Großteil der Nahrungsversorgung. Danach wacht Tristan noch eine Weile von gegenüber, bevor er in sein Turmzimmerchen flattert. Isolde sorgt währenddessen für Ordnung im Nest und trägt die Ratte nach gegenüber, wo sie sie vollständig verspeist (8:15). Kurz nach zwei Uhr verlässt Isolde erneut ihr Nest – und wir erhalten einen freien Blick auf die drei Eier. Gegenüber im schrägen Fenster wartet Tristan bereits (12:25). Isolde kommt von der Wiese her angeflogen zu ihm. Wenig später geht es für sie zurück ins Nest. Tristan bietet ihr nochmals ein Stück Beute an, doch Isolde scheint satt – also nimmt er die Gabe wieder mit. Auch das gehört dazu: Energie wird nicht verschwendet. Kurz nach fünf Uhr am Morgen wird Isolde wieder unruhig (14:40). Sie fliegt nach gegenüber – und von dort startet der nächste Angriff auf die Gans. Zwei Stunden später kehrt diese in ihr Nest zurück. Begleitet wird sie – wie in den letzten Tagen morgens häufig zu beobachten – vom Ganter, der von oben auf der Mauer die Heimkehr überwacht, ein wachsames Auge über dem Brutplatz. Als sicher ist, dass die Mutter wieder fest auf ihrem Gelege sitzt, flattert der Gänserich in der ersten Dämmerung davon. Eine Nacht voller Attacken, Kontrollflüge, Futterübergaben und Wachposten – zwei Nester, nur wenige Meter voneinander entfernt. In diesen Mauern wird nicht verhandelt, hier wird verteidigt. Und während der Morgen langsam über der Ruine anbricht, brüten die so unterschiedlichen Vogelmütter wieder ruhig nebeneinander – bereit für den nächsten Abend im Ausnahmezustand.