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Meienberg über Christoph Blocher und die EWR-Abstimmung: "Am Tag nach der Katastrophe -- das Daviscup-Finale hatte die Schweiz gegen die USA 1:3 verloren, und die Nein-Sager hatten die EWR-Abstimmung mit einem Vorsprung von 23 105 Stimmen gewonnen -- fand im Ballsaal des Hotels Ramada-Renaissance, welches wunderbar zwischen anderen Betonklötzen unweit des Zürcher Flughafens liegt, eine gut besuchte Trauerfeier statt. (...) Leider fehlte der Mann, welcher den Graben zwischen den Landesteilen so fleissig vertieft und den Kreuzzug gegen die Entschweizerung der Schweiz angeführt hatte: Christoph Blocher, Besitzer der Ems-Chemie, Nationalrat, Multimillionär, hochbegabter Demagoge, Chauvinist und Destillationsapparat der Überfremdungsängste. Der war vor der Abstimmung ruhelos durchs Land gezischt, die Säle füllend und seine Gegner in den Boden stampfend, manchmal von Fackelzügen begrüsst und von Militärmusik beschallt. (...) Die Angst vor Deutschland wird nirgends so gepflegt wie im Milieu des Chauvinisten Christoph Blocher und seiner Konsorten, obwohl ihre Fremdenfeindlichkeit der neudeutschen Variante aufs Haar gleicht. Das merken sie aber leider nicht. Dem Rattenfänger Blocher, einem Verehrer von Gottfried Keller, ist auch entgangen, dass ausgerechnet dieser vielgerühmte Nationaldichter die Schweiz gern in Deutschland hätte aufgehen lassen, wäre da nicht ein kleines Hindernis gewesen: die monarchische Staatsform. (...) Blochers Ideal ist anscheinend die Kleinschweiz, reinrassig alemannisch, während die Welschen gern in einem Mischstaat leben bleiben wollen und die Zukunftsvisionen Kellers ihnen widerwärtig sind: denn sie möchten nicht im zentralistischen Frankreich gegängelt werden. Blocher hat, es war ein Lapsus und deshalb die untergründige Wahrheit, im Fernsehen den Welschen erklärt, es sei bedauerlich, dass „les régions de France" am 6. Dezember Ja zum Europäischen Wirtschaftsraum gesagt hätten. Er machte dann, als die welschen Gesprächsteilnehmer heftig die Köpfe schüttelten, eine verächtliche Handbewegung, eine Art Ohrfeige oder Ausmerzgeste -- 'euch gibt es gar nicht mehr'." Aus: Schweizer Komödienstadel. Niklaus Meienberg über das eidgenössische Nein zur Europa-Integration. In: Der Spiegel, 14.12.1992. S.166. Ausschnitt aus der Sendung auf teleblocher vom 4.10.2013. Erwähnte Bücher: "Es ist kalt in Brandenburg. Ein Hitler Attentat" (Limmat Verlag 1980) "Die Welt als Wille & Wahn" (Limmat Verlag 1987) Siehe auch : "Niklaus Meienberg - Der Wortgewaltige" (Eine Rückblende zum 20. Todestag): • Niklaus Meienberg - der Wortgewaltige (z.T... Mehr über Niklaus Meienberg hier: http://www.meienberg.ch/