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MARY HALVORSON'S CODE GIRL - Music Unlimited 35, Alter Schlachthof, Wels, Austria, 2021-11- 07 Mary Halvorson - guitar Amirtha Kidambi - voice Adam O'Farrill - trumpet Brian Settles - tenor sax Michael Formanek - bass Tomas Fujiwara - drums Die fest in der New Yorker Szene verankerte Mary Halvorson ist ein in Wels häufiger und gern gesehener Gast. Sie war als Kuratorin für das Festival unlimited 31 verantwortlich und spielte mit ihrer Formation Code Girl das letzte Konzert, das vor dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 im Schl8hof stattfand. Diese Geschichte ist bekannt und kann auf Seite 3 nachgelesen werden. Umso mehr freuen wir uns für diesen Auftritt im Rahmen des unlimited-Festivals auf einen vollen Saal. Mary Halvorson gilt als Vertreterin des Creative Jazz, der Elemente aus Fusion, Bop und Free Jazz mit Funk, Pop und Rock kombiniert. Leise Töne als Teil des Kammermusik-Duos mit der Geigerin Jessica Pavone sind ihr genauso wenig fremd wie die etwas forschere Gangart im Rahmen des als Avant-Rock bezeichneten Projekts namens People mit dem Bassisten Kyle Forester und dem Schlagzeuger Kevin Shea. Amirtha Kidambi absolvierte eine Ausbildung in Klassischem Gesang, ist aber schon seit Jahren in der Jazz- und Improvisationsszene aktiv. Bei ihren Auftritten bezieht sie sich u.a. auch auf sogenannten karnatischen Gesang, der aus Indien stammt. Neu in der Band ist der Saxophonist Brian Settles. Er arbeitete mit so unterschiedlichen MusikerInnen wie Gil Scott-Heron, Jason Moran, Tomas Fujiwara und Butch Morris, Mike Pride und Jonathan Finlayson. Außerdem wirkte Brian Settles im Trio von Chad Taylor bei der Veröffentlichung von The Daily Biological mit. Adam O’Farrill stammt aus einer Jazzfamilie, er spielte schon Trompete im Afro Latin Jazz Orchestra seines Vaters Arturo O’Farrill und in der Band The O’Farrill Brothers gemeinsam mit seinem Bruder Zack. 2016 erschien unter seinem eigenen Namen sein Debütalbum mit dem Titel Stranger Days. Die längste musikalische Karriere des Sextetts hat Kontrabassist Michael Formanek vorzuweisen, sein erstes Album Wide Open Spaces stammt aus dem Jahr 1990. Die intensivste Zusammenarbeit fand in all den Jahren wohl mit Tim Berne statt, mit dem er auf einer Reihe von Tonträgern zu hören ist. Das neueste Album, auf dem Formanek mitwirkt – Thumbscrew: „Never is enough“ – wurde erst in diesem Jahr veröffentlicht und gemeinsam mit Mary Halvorson und Tomas Fujiwara aufgenommen. Tomas Fujiwara ist nicht nur Jazz- und Impro-Schlagzeuger, er ist auch als Komponist für Theater, Film und Tanz sowie als Musikpädagoge tätig. Seine musikalische Zusammenarbeit beschränkt sich natürlich nicht nur auf die oben Genannten, neben vielen Anderen stehen auch in Wels bekannte Gesichter wie Trevor Dunn oder Matana Roberts auf seiner Liste.