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"Caballo Viejo" by Simon Diaz Miguel Zenón - Alto Sax ::: https://miguelzenon.com Luis Perdomo - Piano & Birthday ::: https://luisperdomojazz.com All the work, such as organising and curating the concerts and filming, cutting and editing the videos of "musig im pflegidach" is voluntary work. We would like to thank you for donations. Please contact mip@murikultur.ch Live-Rough-Mix by Simon Huber Video directed by stephan diethelm for #musigimpflegidach. Filmed by Chris Gebhardt, Elisa Scheidegger, Jeremy Erhard, Nichlas & Lino Hofstetter Pics by Christoph Biegel - MIP logo design by andre heller, https://hellermeier.ch „musig im pflegidach“ powered by murikultur präsentierte am Sonntag, 19. Februar 2023, 20.30 - im Pflegidach der Pflegi Muri Miguel Zenón & Luis Perdomo ::: El Arte Del Bolero Schmachtende Melodien Ein US-Kritiker bescheinigte Miguel Zenón, die Sprache des Jazz ins 21. Jahrhundert zu überführen. In dieses Lob kann man Luis Perdomo mit einbeziehen, denn die beiden verbinden Tradition mit Innovation zu einer organischen Einheit und schaffen damit einen stimmungsvollen Stilmix aus traditioneller puerto-ricanischer Musik und Modern Jazz. Die beiden Jazz-Koryphäen bringen den Bolero nach Muri Natürlich ist Jazz Musik aus den USA. Allerdings spielten schon in den 1940er-Jahren Musiker aus dem karibischen Raum eine wichtige Rolle in der amerikanischen Tanz- und Unterhaltungsmusik, so dass Jazzmusiker mit offenen Ohren wie Dizzy Gillespie sich für die Rhythmen aus Kuba und den Inseln der Antillen zu interessieren begannen. Was umgekehrt auch hiess, dass New York zum Sehnsuchtsort für Musiker*innen aus dem französisch-kreolischen und spanisch karibischen Kulturraum wurde. Wie zum Beispiel für den Altsaxophonisten Miguel Zenón aus Puerto Rico und den Pianisten Luis Perdomo aus Venezuela. Beide wuchsen in ihrer jeweiligen Heimat mit traditioneller Volksmusik auf, lernten deren Tänze und Melodien und begannen, als offene Geister zunehmend auch über den musikalischen Tellerrand hinaus zu blicken. Und da entdeckten sie den Jazz als eine Musik, die seit jeher darauf angelegt ist, Einflüsse von aussen willkommen zu heissen und sie sich flugs einzuverleiben. Im Duo schauen Zenón und Perdomo zurück auf ihre musikalischen Ursprünge, nicht ohne Wehmut, denn vielleicht ist der Jazz zwar die Musik ihres Intellekts, der karibische Bolero aber diejenige des Herzens. Der Bolero aus Puerto Rico hat wenig zu tun mit der spanischen Variante, wie wir sie etwa von Maurice Ravel kennen. Die Melodien, die Miguel Zenón in seiner Jugend in San Juan gehört und spielen gelernt hat, sind schmachtende Liebeslieder, langsam und romantisch, weit weg vom drängenden Rhythmus, wie ihn Ravel schreibt. Und Zenóns Klang auf dem Altsaxophon ist wie dafür gemacht, diese Lieder aufleben zu lassen – reich, sinnlich und warm, mit einem grossen Vibrato – zuweilen meint man den Grossvater aller Altsaxophonist*innen dahinter zu spüren, den grossen Johnny Hodges. Sein Partner am Klavier, Luis Perdomo, entstammt einer ähnlichen Tradition, allerdings wuchs er in der Metropole Caracas auf. Beide, Zenón und Perdomo gingen als junge Musiker nach Norden, um sich in New York, dort wo der Jazz seine Heimat hat, zu bewähren. Beide sind gesuchte und vielbeschäftigte Instrumentalisten, betreiben ihre eigenen Projekte, spielen einen Jazz von heute in seiner ganzen Komplexität, und präsentieren ihn auf Tourneen in aller Welt. In Muri sind sie neu zu entdecken und mit ihnen eine Musik, wie sie hierzulande nicht alle Tage zu hören ist. Klänge, die weniger an das brodelnde Leben von karibischen Städten denken lässt, als an kühle Brisen, die über den Strand wehen. Musik zum Zurücklehnen und geniessen!