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Die im Kern aus romanischer Zeit um 1100 stammende und Anfang des 16. Jahrhunderts um Chor und Glockenturm erweiterten Kirche des Ortsteils Dorf war bis Ende des 19. Jahrhunderts die alleinige Pfarrkirche von Hausach und den zugehörigen Weilern, bis im Ortskern der kleinen Stadt im Kinzigtal erstmals eine neue großzügige Pfarrkirche errichtet wurde. 1884 geweiht, beendete sie das schon seit langem bestehende Platzproblem in der alten Kirche, die seitdem nur noch regelmäßig als Friedhofs- und Traukirche dient. Zwar lautet ihr Patrozinium das des Hl. Mauritius - als besonders gefeiertes Fest ist jedoch der Tag der hl. Barbara von großer Bedeutung, weil seit alters her die örtlichen Bergmänner der Erzgruben zu dieser Kirche eine innige Beziehung hatten. Heute führt der Verein der Hausacher Erzbrüder diese Tradition lebendig fort. Über die Gestalt des ursprünglichen Geläutes ist mir nichts bekannt und dürfte weitestgehend im Dunkel der Geschichte liegen. Das heutige dreistimmige Geläute ist, wenngleich nicht aus einem Guss, eines der ganz wenigen substanzmäßig komplett erhaltenen Ensembles aus der Straßburger Gießhütte Edel, gegossen 1758 und 1772 von Matthäus II . Die zwei großen Glocken mussten 1942 an die Heeresverwaltung abgegeben werden, kehrten aber nach dem Krieg unversehrt wieder zurück. Glocke 1:...Dreifaltigkeitsglocke.... a'-4 870 mm Dm / um ~ 400 kg ? Matthäus (II) Edel, 1772 Glocke 2:...Mauritius-Glocke ... h'+2 740 mm Dm / ~ 220 kg ? Matthäus (II) Edel, 1772 Glocke 3: ... Marienglocke ... d''+4 610 mm Dm / ~ 130 kg ? Matthäus (II) Edel, 1758 Ob es sich nun um ein Gloria-Motiv oder doch um einen verminderten Kleinterzenakkord handelt, möge der geneigte Hörer entscheiden. Die Gewichtsangaben beruhen lediglich auf groben Schätzungen, da mir Vergleichswerte ähnlich mensurierter Edel-Glocken nicht zur Verfügung stehen. Wer konkretere Angaben hat, darf sie gerne vorbringen. Der eichene Stuhl dürfte noch der ursprüngliche sein, die gestelzten Eisenjoche und die Gegengewichtsklöppel wurden zu unbekannter Zeit noch für Handbetrieb eingebaut,da die Umlenkrollen für die Seile über dem Stuhl noch erhalten sind. Der Machart entsprechend vermutlich zwischen den Kriegen. Abschließend noch eine Anmerkung zum Turm: Er steht deutlich sichtbar schief nach Süden geneigt um, gemessen vom Schallfenster aus um 45 cm. Dies ist auf den Fotos nicht wirklich zu erkennen, höchstens auf dem allerletzten. Er steht allerdings stabil, da er vor etlicher Zeit ein stützendes Betonfundament erhielt. Aus diesem Grund dürfte die grundsätzliche Möglichkeit einer etwaigen Renovierung auf gerade Joche zu hinterfragen sein. Mein herzlicher Dank ergeht an die Mesnerin für ihre freundliche Unterstützung. Desgleichen auch an MD für die genauen Tonhöhenangaben. Quellen: nach KiFü bzw. ich