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Sedum ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Mit etwa 420 Arten ist sie die umfangreichste Gattung dieser Familie. Deutsche Trivialnamen sind Mauerpfeffer und Fetthennen. 2000 und 2011 wurden die Gattung vom Bund deutscher Staudengärtner (BdS) zur Staude des Jahres erklärt. Sedum-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, seltener Halbsträucher, die mehr oder weniger stark sukkulent sind. Es sind meist Faserwurzeln vorhanden. Meist ist kein „Wurzelstock“ ausgebildet, bei wenigen Arten ist ein Rhizom vorhanden. Die oft fleischigen Stängel sind meist aufrecht oder niederliegend, manchmal stehen sie in Büscheln oder moosartig zusammen; ihre Basis ist selten verholzt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind meist kahl, viel seltener behaart. Besonders die dickfleischigen Laubblätter speichern Wasser. Die Laubblätter sind wechselständig, gegenständig oder wirtelig angeordnet. Die Blattränder sind meist glatt (beispielsweise bei Sedum rosthornianum vier- bis achtzähnig oder bei Sedum engleri var. dentatum entfernt gezähnt). Nebenblätterfehlen. Die Blütenstände sind unterschiedlich aufgebaut. Die meist zwittrigen, selten eingeschlechtigen Blüten sind meist fünfzählig, selten drei- bis neunzählig. Die Kelchblätter sind meist frei oder seltener an der Basis verwachsen. Die meist fünf überwiegend gelben, seltener weißen oder rötlichen Kronblätter sind meist frei oder fast frei. Es sind meist zwei Kreise mit meist je fünf Staubblättern vorhanden. Die Fruchtblätter sind frei oder an ihrer Basis verwachsen. Es werden Balgfrüchte gebildet. Die Samen sind klein. Die Gattung Sedum ist überwiegend in den subtropischen und gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel verbreitet. Einige Arten sind jedoch in Zentral- und Ostafrika sowie in Südamerika heimisch. Die größte Artenvielfalt findet man in Nordamerika (etwa 170 Arten), gefolgt von Asien (etwa 130 bis 140 Arten). Die restlichen etwa einhundert Arten verteilen sich auf Europa, den Nahen Osten, Afrika und die atlantischen Inseln. Die Erstveröffentlichung der Gattung Sedum erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum. Der botanische Name der Gattung Sedum leitet sich von einem lateinischen Trivialnamen für mehrere Arten der Dickblattgewächse ab. Typusart ist Sedum acre L Linné veröffentlichte in Species Plantarum 16 Arten Synonyme für Sedum L. sind: Aithales Webb & Berthel., AizopsisGrulich, Amerosedum Á.Löve & D.Löve, Anacampseros Mill., Asterosedum Grulich, Breitungia Á.Löve & D.Löve, Cepaea Fabr., Chetyson Raf., Clausenellia Á.Löve & D.Löve, Cockerellia (R.T.Clausen & N.W.Uhl) Á.Löve & D.Löve, Congdonia Jeps., Corynephyllum Rose, Etiosedum Á.Löve & D.Löve, Gormania Britton, Helladia M.Král, Hjaltalinia Á.Löve & D.Löve, Keratolepis Rose ex Fröd., Leucosedum Fourr., Macrosepalum Regel & Schmalh., Mucizonia(DC.) Batt. & Trab., Oreosedum Grulich, Parvisedum R.T.Clausen, Petrosedum Grulich, Poenosedum Holub, Procrassula Griseb., Pseudorosularia Gurgen., Sedastrum Rose, Sedella Fourr. nom. inval., Spathulata (Boriss.) Á.Löve & D.Löve, Telmissa Fenzl, TetrorumRose, Triactina Hook. f. & Thomson. Die Gattung Sedum ist in diesem Umfang paraphyletisch. Die Gattung Sedum gehört zur Subtribus Sedinae aus der Tribus Sedeae in der Unterfamilie Sedoideae innerhalb der FamilieCrassulaceae. Nach Henk ’t Hart (1944–2000) und Bert Bleij wird die Gattung Sedum in zwei Untergattungen mit folgenden Arten untergliedert;