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Die Eröffnung des Jacobimarktes in Neugersdorf am 28.Juli 2017 - Kamera/Schnitt : Dieter Eimer Der Jacobimarkt in Neugersdorf ist das größte Volksfest in der Oberlausitz. In Oberlausitzer Mundart wird der Jacobimarkt auch liebevoll "Gierschdurfer Schissn" genannt. Der Vergnügungspark zieht jährlich zehntausende Besucher an. Am Freitag wird der Jacobimarkt mit dem traditionellen Böllerschiessen der privilegierten Schützengesellschaft Neugersdorf eröffnet. Am Dienstag ist Familientag mit reduzierten Preisen der Fahrgeschäfte. Zum Abschluss am Mittwoch gibt es ein Höhenfeuerwerk. Auch für das leibliche Wohl der Besucher ist natürlich gesorgt. Der Jacobimarkt in Neugersdorf findet immer um den Jakobitag am 25. Juli herum statt. (© FuM) Der Jacobimarkt begann seine fast 300-jährige Geschichte, als am 22. Mai 1728 die Privilegierte Schützengesellschaft vom Fürsten Josef Wenzel von und zu Liechtenstein ihre „confirmierten Schützenartikel“ erhielt. Damit war auch dem Sachverwalter des Fürstlich-Liechtensteinischen Patrimonialgerichts, Erbrichter Gottlich Hüttich, die gleichzeitige Gewährung des Marktrechts anlässlich des jeweiligen Königsschießens der Neugersdorfer Schützengesellschaft verbunden. Die Stadt Löbau war dagegen, dass dieser Markt eingerichtet wurde, da sie dadurch eine Schädigung ihres Handels befürchtete. Die Behörde erteilte aber die Genehmigung auf eine Eingabe des Richters und Zolleinnehmers hin. In den ersten Jahren war der Markt nur wenig besucht. Er wurde aber flächenmäßig immer größer, sodass aus nah und fern mehr und mehr Verkäufer und Käufer kamen. Seit 1749 wurde Ständegeld erhoben, von welchem der Besitzer der Wachtschenke ein Fünftel an die Schützengesellschaft und an die Ortsarmenkasse zu entrichten hatte. In günstigen Jahren betrug dieser Betrag bis zu 800 Mark. Der Markt entwickelte sich vom reinen Händlermarkt und dem „Schiss’n“ zu einem Vergnügungs- und Belustigungstreff. Das ehemalige Industriebetrieb auf dem Eiskellerberg wurde im Mai 2006 abgerissen. An seiner Stelle entstand eine gepflegte Anlage mit Aussichtsplattform, die in das „Gierschdurfer Schiss’n“ einbezogen wird.