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Orgel der Kirche St.-Pierre-ès-liens, Ménestérol The English version of the video description has been added as a comment! Die d-moll-Toccata hat Domenico Zipoli an den Anfang seiner 1716 in Rom veröffentlichten "Sonate d'intavolatura" gesetzt, und sie ist das längste Stück in der Sammlung (mit Ausnahme der Partiten im zweiten Teil, die aber Serien von Variationen darstellen). Neulich las ich einen Bericht über ein Konzert, wo die Toccata gespielt wurde, und der Autor vermerkte dazu knapp, sie sei selten zu hören. Das mag damit zusammenhängen, daß sich dem heutigen Interpreten der Notentext nicht ohne weiteres erschließt. Bei der Suche nach Antworten fand ich zwar eine ganze Anzahl Einspielungen -- aber mit einer Ausnahme empfand ich die dort gefundenen Lösungen als mehr oder weniger unbefriedigend. (Die Ausnahme ist die großartige Aufnahme von Lorenzo Cipriani auf der barocken Dallam-Orgel im bretonischen Ergué-Gabéric.) Daß so ziemlich jeder Interpret das Stück komplett anders spielt als die "Konkurrenz", zeigt wohl an sich schon, daß über die Aufführungspraxis vor 300 Jahren doch eher wenig bekannt ist, selbst wenn man in Rechnung stellt, daß sich mancher darum offenkundig wenig bekümmert (etwa wenn da im Manual ein 16-Fuß-Register zu hören ist, auf der Art Orgel, für die Zipoli schrieb, sicher nicht vorhanden). Die Toccata besteht aus mehreren klar abgesetzten Sektionen: zwei in langen Notenwerten (Takt 1-12, 45-54), dazwischen und danach vornehmlich Sechzehntel-Läufe; eingeschoben nach der zweiten Sektion in langen Notenwerten ein Abschnitt, der Sechzehntel-, Achtel-, Viertel- und halbe Noten in raffinierter Weise kombiniert, wobei rhythmisch ein Modul vorherrscht, das sich aus zwei Achtel-, gefolgt von zwei Sechzehntelnoten zusammensetzt (Takt 55-68). Wählt man ein einheitliches Zeitmaß für das ganze Stück, oder variiert man es von Abschnitt zu Abschnitt? Behält man unabhängig davon innerhalb der einzelnen Sektionen das Tempo bei, oder erlaubt man sich Temporückungen, Rubati? Erwartete Zipoli, daß der Spieler zu den wenigen im gedruckten Notentext zu findenden Verzierungen eigene hinzufügt? Spielt man das ganze Stück mit einer Registrierung, oder wechselt man von Abschnitt zu Abschnitt? (Es gibt auch Interpreten, die das Stück auf dem Cembalo spielen, was durchaus geht -- der Teil I der "Sonate", den die Toccata eröffnet, besteht aber offenkundig aus primär für die Orgel gedachten Werken.) Viele Interpreten handhaben das Tempo flexibel, sowohl von Abschnitt zu Abschnitt wie innerhalb der Sektionen. So werden die Sechzehntel-Läufe im Sinne einer "virtuosen" Gestik bzw. Agogik durch Accelerandi und Ritardandi belebt -- sie klingen dadurch stärker "improvisiert", als müsse der Spieler vor einer neuen Figur jeweils kurz nachdenken. Auch lassen sich so immer wieder einzelne Passagen eindrucksvoll beschleunigen, ohne daß ein fehlerträchtig schnelles Tempo dauernd beibehalten werden muß. Das kann ganz gut klingen. Rubati dieser Art lassen sich zwar sinnvoll in keinem anderen Stück der "Sonate d'intavolatura" unterbringen, die vielmehr überall sonst offenkundig ein gleichbleibendes Zeitmaß voraussetzen. Aber dieses Stück ist andererseits eben auch die einzige Toccata innerhalb der "Sonate". (Manche Herausgeber verwenden das Wort auch bei anderen Werken der Sammlung, fügen es dort aber hinzu: z.B. "Toccata all'Offertorio", wo im Originaldruck nur "All'Offertorio" steht.) Für das Tempo der Sechzehntel-Passagen stellen die Zweiunddreißigstel-Läufe in Takt 74-80 einen limitierenden Faktor dar -- wenn man im Takt bleiben will. Sollen Sechzehntel und Zweiunddreißigstel im gleichen, im Prinzip einheitlichen Zeitmaß erklingen, kann dieses nicht wesentlich schneller sein als meines in dieser Aufnahme. Erlaubt man sich Rubati, kann man die Zweiunddreißigstel entsprechend hinbiegen, sie stellen dann quasi nur einen besonders ausgeprägten Fall der Beschleunigung innerhalb einzelner Passagen dar, der bei dieser Spielweise ohnehin prägend ist. (Allerdings gibt es auch Interpreten -- z.B. Carlo Guandalino -- die selbst die Sechzehntelpassagen quasi Adagio spielen.) (FORTSETZUNG ALS KOMMENTAR!)