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Aus http://www.zug-der-erinnerung.eu/ ============================== STUTTGART/BADEN-BADEN - Hinter einer Betonmauer, die den "Zug der Erinnerung" vom Reiseverkehr abschirmt, findet das Gedenken an die Deportierten in Baden-Baden statt. Dort hatten die städtischen Mitträger und die Bürgerinitiative gehofft, die mobile Ausstellung für zwei Tage im sichtbaren Bahnhofsbereich zeigen zu können. Ideal wäre Gleis 1 gewesen; aus logistischen Gründen - so die DB AG - habe dieses Gleis nicht frei gegeben werden können. Ersatzweise kam Gleis 4 in Betracht. Aber am Sonntag musste der "Zug der Erinnerung" hinter einer Betonmauer Halt machen: Ihm wurde am äußersten Ende von Gleis 5 ein Abstellplatz zugewiesen. Wegen der meterhohen Schallschutzmauer ist er dort nicht mehr zu sehen. Baden-Baden ist die erste von sieben Stationen in Baden-Württemberg (außerdem: Offenburg, Freiburg, Konstanz, Biberach, Laupheim, Ulm - Fahrplan). Aus Baden-Baden floh die Familie des damals neunjährigen Gerhard Durlacher, um den 1937 absehbaren Verfolgungen zu entgehen. Fluchtziel waren die Niederlande. Als dort die deutsche Wehrmacht einmarschiert, werden die Durlachers mit über 100.000 holländischen Juden "nach Osten" deportiert. Die dreitägigen Transporte, die zumeist in die Vernichtungslager Sobibor und Auschwitz führten, organisierte die "Deutsche Reichsbahn". Nach einer Zwischenstation in Theresienstadt endete auch die Familie Durlacher in Auschwitz. Bei Kriegsende war Gerhard Durlacher 17 Jahre alt. Seine Eltern kehrten nicht zurück. Nur Gerhard überlebte. Mehr als 30 Jahre vergingen, bis Gerhard Durlacher die Verbrechen schildern konnte. Erst in seinem Buch "Ertrinken" (1987) erzählt er von der Kindheit in Baden-Baden, beschreibt die seit 1933 fortschreitende Ausgrenzung und den Weg der Familie in die Vernichtung. Der Durlachers (und der übrigen Opfer der NS-Verfolgung) gedenkt die Stadt Baden-Baden, die auch den "Zug der Erinnerung" tatkräftig unterstützt, mit kürzlich verlegten "Stolpersteinen". Obwohl der Zug über die baden-württembergische Bahnstrecke fährt, auf der Zehntausende deportiert wurden und eine unbekannte Anzahl zwangsverpflichteter "Reichsbahn"-Sklaven ihr Leben ließen, wies die Stuttgarter Landesregierung eine an den Ministerpräsidenten gerichtete Unterstützungsbitte kürzlich zurück. Statt des Ministerpräsidenten antwortete das Innenministerium der Bürgerinitiative: "Was die Finanzierung Ihres Projektes angeht, stehen im Verkehrsbereich des Landes keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Das Land kann lediglich über Regionalisierungsmittel des Bundes verfügen, die jedoch zweckgebunden für Transportleistungen im Schienenpersonennahverkehr und für sonstige Verbesserungen des ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr) einzusetzen sind." Weder auf dem Bahnhof Baden-Baden, wo der "Zug der Erinnerung" noch bis Montag Abend steht, noch auf den Gleisanlagen in Offenburg (ab Dienstag) weist eine Gedenkplakette auf die Deportations- und Sklavenopfer hin.