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Mit der Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner an der Staatsoper Stuttgart in der Regie von Elisabeth Stöppler wurde wieder einmal versucht, so viel gesellschaftskritische Überlegungen in das Werk hineinzubringen, ja regelrecht hineinzupferchen, wie nur eben möglich. Dieses „Regiekonzept“ mit dem Bühnenbild von Valentin Köhler, den Kostümen von Gesine Völlm und im Licht von Elana Siberski bei dramaturgischer Unterstützung von Ingo Gerlach mit all seiner - vermeintlich - intellektuellen Vielfalt und Verästelung war wieder einmal - wie für Neuinszenierungen Wagnerscher Werke in Deutschland mittlerweile typisch - nur durch intensives Lesen eines Gesprächs mit dem Regieteam im Programmheft zumindest in Grenzen zu erfassen. Elisabeth Stöppler gibt dort zum Besten, dass sie schon immer eine Hass-Liebe mit dem Werk Richard Wagners verbunden habe. Selten habe sie ein Stück „auf so unterschiedlichen Ebenen gereizt und gleichzeitig befremdet, abgestoßen und angezogen, irritiert, genervt und dann doch tief berührt. Alles an ihm sei hyperkomplex und aufgeladen.“ Das Vorspiel sei „berühmt-berüchtigt“ … und so weiter. Und so wirkte diese Inszenierung dann auch. Man muss sich fragen, wie unter solchen Voraussetzungen überhaupt noch ein einigermaßen positiver Zugang zu einem - immerhin - Universalwerk der Opernliteratur aussehen soll. Und dieser war in Stuttgart auch nicht zu erkennen. Durch die völlige Überfrachtung der Inszenierung mit einem zum Teil durchaus relevanten, aber auch weit über das Ziel hinausschießenden und allzu verschachtelten Ideenkonvolut wurde sie letztlich dem Werk und seiner Musik nicht gerecht und bewirkte eine bisweilen kleinkariert wirkende Verzettelung der teilweise aus der Luft gegriffenen Regieeinfälle der Regisseurin, freilich unterstützt vom Rest des Regieteams. Der negative Höhepunkt war eine kaum enden wollende Verlesung der „Todesfuge“ von Paul Celan, entstanden zwischen 1944 und 1945 kurz nach seiner Zeit im Arbeitslager der Nazis, vor dem 3. Aufzug. Die Verlesung führte zu signifikanten Unwohlbekundungen à la „Aufhören“ oder „Halt den Mund“ eines Teils des Publikums. Erinnerungen an den sog. „spartenübergreifenden“ „Ring“ in Braunschweig wurden wach… Diese mittlerweile fast schon typisch gewordene deutsche Art des Herangehens an Werke der universalen Musikliteratur, zumal jene Wagners, mit einem überzogenen Sendungsbewusstsein der Regisseure, in dessen Dienst ihre theatralische Interpretation gestellt wird (wobei es eigentlich wenigstens eine musiktheatralische sein sollte!) zeigte einmal mehr, dass eine übersteigerte Interpretationssucht letztlich am Werk vorbei gehen kann und zumindest dem Publikum nicht ohne Weiteres nachhaltig zu vermitteln ist. Das Publikum ist aber wichtig! Auch wirkte die schon so oft zitierte Bedeutung der "Meistersinger" für die Nazis in Stuttgart nicht gerade neu, ja rezeptionsgeschichtlich schon recht abgegriffen (u.a. Bayreth 2007). Es überwiegt bei einem solchen Regie-Stil letztlich ein übertriebenes Sendungsbewusstsein der Regisseure, ihre vermeintlich für die Gesellschaft gewinnbringende, aber oft nur besserwisserische und somit nicht verfangende Message unter die Leute zu bringen, ohne in Demut vor dem Werk zu stehen und die authentische Motivation und Aussage des Komponisten ernst zu nehmen.