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Brigitte Mira, 20 April 1910 – 8 March 2005) was a German actress. She worked in both theater and film, later in her career with Rainer Werner Fassbinder on many occasions. Believed to have been born in Hamburg, she moved early on to Berlin. Brigitte Mira's mother was German while her father was Russian Jewish. During the Nazi era, Mira took part in the propaganda series Liese und Miese. She played Miese (germ. bad one) –- the bad role model according to Nazi ideology—who listened to enemy radio stations and stockpiled rationed food. But her acting skills turned the "bad" character she portrayed into a likeable one. The series was soon cancelled for being counter productive. The propaganda directors did not know that Mira was half-Jewish, for she had false papers. Even though she insisted on her naivete as a young woman and the fact she had to conceal her origins, she was criticized later by some for taking part in these ads at all. Notable performances include Emmi Kurowski in Fear Eats the Soul (1974), a role for which she won a German Film Award. In the 1980s Mira achieved another big success with the television series Drei Damen vom Grill. She appeared in the 1991 Berlin stage production of Stephen Sondheim's Follies. Brigitte Mira (* 20. April 1910 in Hamburg; † 8. März 2005 in Berlin) war eine deutsche Volksschauspielerin, Kabarettistin und Chanson-Sängerin. Sie war bekannt als Berliner Original aus Fernsehserien wie Drei Damen vom Grill sowie durch die Hauptrolle in Fassbinders Melodram Angst essen Seele auf, für die sie 1974 den Deutschen Filmpreis erhielt. Brigitte Mira war Tochter des aus Russland eingewanderten Pianisten Siegfried Mira und seiner Ehefrau Elisabeth, geborene Strässner. Sie wuchs in Düsseldorf auf und begann bereits im Alter von acht Jahren eine Ballett- und Gesangsausbildung. In der Spielzeit 1928/29 war sie als Gruppentänzerin unter dem Pseudonym „Valencia Stramm“ am Städtischen Theater in Düsseldorf engagiert und wechselte mit fast der gesamten Düsseldorfer Tanzgruppe zur nächsten Spielzeit als Mitglied des Tanzchors an das Opernhaus Köln, wo sie u. a. an der weltweit ersten Aufführung von Strawinskys Le sacre du printemps außerhalb der Ballets Russes mitwirkte. Ende der 1920er Jahre debütierte sie als Sängerin in der Rolle der Esmeralda in Smetanas Die verkaufte Braut in Köln. Dem ersten Engagement als Soubrette und ab jetzt für mehrere Jahre unter dem Namen „Gitta Mira“ in Bremerhaven 1931 folgten weitere Engagements an deutschsprachigen Theatern, unter anderem 1931 am Operettentheater Leipzig, 1932 und 1933 in Reichenberg mit Sommerverpflichtungen nach Kolberg und Marienbad, 1934 an den Städtischen Bühnen Graz und von 1935 bis 1939 am Kieler Stadttheater, wo sie mit Stars wie Richard Tauber, Fritzi Massary, Leo Slezak und Lizzi Waldmüller auf der Bühne stand. In Hamburg war Mira 1939 in der deutschen Erstaufführung von Franz Lehárs Operette Giuditta zu sehen. 1941 kam sie nach Berlin und arbeitete am Theater am Schiffbauerdamm. Dort entdeckte Willi Schaeffers ihr komisches Talent und holte sie ans Kabarett der Komiker. Ihre ersten Erfahrungen beim Film sammelte Mira, die nach den NS-Rassegesetzen als „Halbjüdin“ galt, dies jedoch mit falschen Papieren verbarg, in der als NS-Propaganda gedachten Kurzfilmreihe Liese und Miese, die im Beiprogramm zur Deutschen Wochenschau lief. Dabei war die Volksgenossin Liese die „Gute“, die sich im Sinne der Nazi-Propaganda richtig verhielt, während die „Miese“ alles falsch machte, Feindsender hörte, über knappe Lebensmittel schimpfte und sich mit Spionen einließ. Die Darstellungskunst von Brigitte Mira sorgte jedoch dafür, dass Miese beim Publikum mehr Anklang fand als die von Gisela Schlüter gespielte Liese, sodass das Propagandaministerium die Serie nach zehn Folgen wieder absetzte. Ihre offene, unverblümte Art brachte sie auch auf Kabarettbühnen, unter anderem bei Günter Neumanns Die Insulaner. Ihr Spielfilmdebüt hatte Mira 1948 in einer kleinen Rolle in der Nachkriegs-Satire Berliner Ballade mit Gert Fröbe als Otto Normalverbraucher. Neben ihrer Bühnentätigkeit in musikalischen Lustspielen und Volksstücken wirkte sie ab den 1950er Jahren in Schlagerfilmen und Komödien mit. In Filmen lange Zeit auf Nebenrollen als komische Tanten oder Haushälterinnen festgelegt, galt sie in Operetten, Singspielen und Unterhaltungssendungen im Fernsehen als „Soubrette vom Dienst“. Am 13. Oktober 2004 erlitt Mira einen Schwächeanfall, von dem sie sich nicht wieder erholte. Sie starb im Alter von 94 Jahren und wurde am 16. März 2005 auf dem Luisenfriedhof III am Fürstenbrunner Weg in Berlin-Westend beigesetzt. Die Grabstätte gehört zu den Ehrengräbern der Stadt Berlin.