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7. Heimattreffen in Neppendorf Der Erhalt und die Weiterführung von Beziehungen zwischen außerhalb Siebenbürgens angesiedelten Neppendorfern ist das Hauptziel der 1991 gegründeten und durch Mitgliederspenden finanzierten HOG. Die größte Abwanderungsbewegung hatte es während der Jahre nach der Wende gegeben, als die Gemeinde von rund 500 auf etwa 100 Mitglieder rapide schrumpfte. Da hat der Verein mit 350 angereisten Ehemaligen in diesem Jahr gute Arbeit geleistet. Die meisten der Teilnehmer sind Landler, Nachfahren von ursprünglich aus Oberösterreich stammenden Siedlern, die im 18. Jahrhundert augrund ihrer evangelischen Religionszugehörigkeit aus dem Kernland der Habsburgermonarchie in die siebenbürgische Peripherie deportiert worden waren. In diesem Jahr sind insbesondere auch viele „Neulinge" gekommen, die sich nach ihren historischen Wurzeln erkundigen wollen. Besonders erfreulich für die HOG ist hierbei, dass seit den letzten Jahren auch immer mehr Jugendliche dabei sind. So etwa die Brüder Lars (15) und Jens Dainsczyk (20) aus Sindelfingen bei Stuttgart. Sie sind zum ersten Mal in Rumänien, der Heimat ihrer Mutter und ihrer Großeltern. „Ein bisschen altmodisch, aber dennoch schön", finden die beiden Schüler Hermannstadts Ambiente. Daniel Schmadl, Sohn einer Neppendorfer Landlerin sowie eines Banater Schwaben, war hingegen schon des öfteren hier. Seine Eltern sind Anfang der 1980er Jahre nach Deutschland emigriert. Zu hier lebenden Altersgenossen hat der 23-jährige Student keinen Kontakt. „Früher hat noch jeder jeden gekannt", sagt Helmut Gromer, erster Vorsitzender des Vereins. Nach über 20 Jahren Abwanderung steige jedoch die Distanz. Während die ältere Generation noch umfassenden persönlichen Kontakt pflege, seien die Jüngeren meist nur mit dem Freundeskreis ihrer Eltern bekannt. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurden in Deutschland Nachbarschaften gegründet, die je einen Radius von ca. 80 km abdecken und gemeinsame Jahrestreffen veranstalten. Dieses Konzept funktioniert auch deshalb so gut, weil es in Deutschland Ballungszentren gibt, in die besonders viele Neppendorfer ausgewandert sind. Im Raum Stuttgart etwa lebten viele Landsleute, so Gromer, da Anfang der 1980er Jahre Daimler-Benz in der Gegend vielen Zuwanderern einen Arbeitsplatz geboten habe. Andere Ballungszentren seien Reutlingen, München und Augsburg. Mit einer Gedenkfeier auf dem Friedhof, einer Kranzniederlegung beim Denkmal für die Opfer der beiden Weltkriege sowie eher trauriger Musik beim Gottesdienst war manchem Teilnehmer dem Gedenken an die Toten und dem Blick zurück etwas zu viel Platz eingeräumt. Pfarrer Dietrich Galter betonte unterdessen in seiner Predigt den Blick nach vorn: „Das Leben hier geht weiter, die Gemeinde verändert sich." Und dann spricht er ein Thema an, das angesichts einer in der Gegend traditionell engen Verknüpfung der Kirche mit dem landlerischen und sächsischen Volkstum und einer hohen finanziellen Abhängigkeit der Gemeinde von den Ausgewanderten besonders beachtenswert ist: Ziel der Kirche sei es, den Menschen Trost zu spenden, wobei die Sprache keine Rolle spiele. Früher sei nur auf Sächsisch gepredigt worden, seit dem 19. Jahrhundert alternativ auch auf Deutsch. Gut möglich sei es, dass auch die rumänische Sprache bald Eingang in die Predigten finde. So wird Pfarrer Galter ganz dem diesjährigen Motto des Heimattreffens gerecht, das da lautet: „Bewahrung und Erneuerung". Was es zu bewahren gilt, darüber sprach Prof. Dr. Hermann Pitters am Samstag Abend in seiner Festrede zur Eröffnung des Treffens. Er stellte die Frage in den Raum „Was bedeutet es für uns, als Christenmenschen zu leben als Evangelische A. B.?" Eine Antwort lautete: „Gerne ein anvertrautes Erbe mit Sorgfalt zu pflegen!" Autor: Tobias SCHMID