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Dresden - Der einstige Inhaber der größten Möbelkette Ostdeutschlands, Ulrich Zick, ist am Donnerstag zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurden. Das Dresdner Landgericht sprach den 60-Jährigen der Konkursverschleppung sowie Untreue in 10 Fällen schuldig. Vom Vorwurf des Bankrotts und des Betrugs wurde Zick freigesprochen. Das Gericht musste Zicks Rolle beim Zusammenbruch seiner Unternehmensgruppe mit Sitz im sächsischen Taubenheim im September 1998 untersuchen Das Unternehmen sei am 31. Mai 1998 objektiv zahlungsunfähig gewesen, hieß es in der Urteilsbegründung. Spätestens ab dem 3. August dieses Jahres hätte Zick die "Insolvenz billigend in Kauf genommen". Zu diesem Zeitpunkt habe der Kaufmann auch begonnen, Geld aus der Firmenkasse zu nehmen. Von ihm geäußerte "Ansprüche" auf das Geld seien Schutzbehauptungen, befand das Gericht. Firmen mit sieben "Möbelwelt"-Häusern, 51 Küchenstudios und zehn "Polsterwelt"-Geschäften. Die Firmengruppe beschäftigte 1100 Mitarbeiter und erzielte einen durchschnittlichen Jahresumsatz von rund 179 Millionen Euro. Zick kam 1990 aus Schwaben in die Neuen Länder, wo er innerhalb kürzester Zeit aus einem Fünf-Mann-Unternehmen das sogenannte "Zick-Imperium" schuf. Mit dem Rückgang der Nachwende-Euphorie entwickelten sich die Geschäfte jedoch rückläufig. Die Zick'sche Wachstumsstrategie ging nicht auf. Zuletzt veruntreute er rund 920.000 Euro aus den Einnahmen. Die Kammer machte auch die Banken mitverantwortlich für den Firmenzusammenbruch. So seien Vorstandsbeschlüsse der Hamburgischen Landesbank, einer von Zicks Kreditgebern, nicht mehr auffindbar gewesen. Die Commerzbank hätte laut Gericht als Hausbank von Zick durch straffere Kreditverhandlungen den Insolvenzschaden begrenzen können. Die Bank habe noch im Juni 1998 einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,53 Millionen Euro befürwortet. Ich muss mit diesem Urteil leben", sagte Zick. Er entschuldigte sich bei den Geschädigten und verwies auf viele Unternehmen im Osten, die in ähnlichen Situationen mit einem Wettbewerbsnachteil zu kämpfen hätten. Die Verteidigung will die einwöchige Frist nutzen, um über Revision nachzudenken. Quelle: https://www.manager-magazin.de/untern...