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„Direkt dabei: Warten auf Wild – von Hunden und Jägern im Warndt“ - so heißt der vielversprechende Titel dieses Videobeitrags des Saarländischen Rundfunks. Diesmal begleiten die Reporter zwei Jägerinnen und einen Jäger, zahlreiche Hundeführer und Treiber auf eine Jagd im Saarland. Die Idee zum Film hatte der Zoologe und Diplom-Biologe Roman Wüst. Er möchte mit diesem Film der Frage nachgehen, was Jagd in der heutigen Zeit für eine moderne Gesellschaft bedeutet. Zwei Jägerinnen, die beide in seinem Jagdschulsystem durch ihn und sein geschultes Dozententeam zu ganz unterschiedlichen Zeiten ausgebildet wurden, aber auch er selbst erklären daher im Rahmen dieser Drückjagd den Anspruch einer zukunftsfähigen Jagd in Deutschland. Zwar gehört die Jagd mit ihren vielen Traditionen seit Jahrhunderten zur deutschen Kultur – dennoch ist sie und alles andere, was mit ihr in irgendeiner Form zusammenhängt, in unserer Gesellschaft zunehmend stark umstritten, wird ethisch und moralisch abgelehnt – ja trifft sogar häufig auf teilweise militante Gegenbewegungen. Und so startet die Dokumentation an diesem verregneten Morgen mit dem Jagdhornsignal „Begrüßung“ am Linslerhof in Überherrn. Nach einer kurzen Begrüßung und organisatorischen Anweisungen geht es auch direkt los. Während die frisch absolvierte Jungjägerin Alix Coenen mit ihrem Ausbilder Roman Wüst noch einmal kurz den Schießstand aufsucht und einige Probeschüsse auf den laufenden Keiler abgibt, um für sich das Gefühl zu haben, sich nochmals verantwortungsvoll vorbereitet zu haben, kontrolliert unterdessen eine anwesende Tierärztin einen Terrier auf seine vollständige Genesung. Der Hund hatte vor zwei Wochen im Rahmen einer Nachsuche auf ein angefahrenes Stück Schwarzwild einen heftigen Schlag von dem verwundeten Tier auf die Rippen bekommen. Jetzt ist aber alles wieder gut und der Hund darf mit. Jetzt nur noch die allgemeine Jagdschein- und Schießnachweiskontrolle aller an der Jagd teilnehmenden Jäger und Jägerinnen, dann verlassen nach und nach alle den Hof in Richtung Warndt, um zeitnah ihre Stände einzunehmen und vor Ort nochmals auf Schussfeld und Freigabe, d.h. welches Wild hier und heute zur Bejagung freigegeben ist, verbindlich von ortskundigen, sogenannten Anstellern eingewiesen zu werden. Während nun die Jungjägerin in Begleitung von Roman Wüst auf einen Drückjagdbock klettert, heißt es für die schon erfahrene Jägerin Susanne Horrix auf einen entfernter gelegenen Hochsitz aufzubaumen – wie der Jäger es in seiner Fachsprache nennt. Und während nun die Treiberwehr mit vor Jagdlust laut jiffenden Hunden unter lautem „Hooopp, hopp, hopp!“ ihre schweißtreibende Durchgeh-Arbeit aufnimmt, heißt es für alle anderen „Warten auf Wild“. Währenddessen unterbrechen immer wieder kleine Interviews mit den Hundeführern und den drei Jägern auf den Ansitzen den regnerischen Jagdtag. Dabei erfährt der Zuschauer viel Informatives über die Jagd am heutigen Tag, aber auch über die Jagd als besondere Passion. Aspekte wie Naturschutz, Nachhaltigkeit, Naturverbundenheit und Nutzung gesunden Wildbrets kommen aber auch Aspekte wie das Töten eines Tieres, notwendige Professionalität bei der Jagdausübung, Fachwissen statt purer Emotion, Charakter und Leidenschaft zur Sprache. Zum Schuss kommt heute niemand der drei Jäger, die heute von den beiden Kamerateams begleitet wurden. Und irgendwann heißt es dann auch für alle „Hahn in Ruh“, d.h. die Jagd ist beendet und niemand darf mehr einen Schuss abgeben. Es geht es zurück zum Linslerhof … aber ein Hund fehlt. Er steckt in einem Fuchsbau fest und muss noch ausgegraben werden. Das Ganze geht zum Glück gut aus und der kleine Jagdhelfer kann unversehrt geborgen werden. Bei der Ankunft am Streckenplatz sieht man schon von weitem, dass einige andere Jagdgäste erfolgreich waren und Beute machen konnten. Zunächst werden daher die erlegten Tiere wildbrethygienisch einwandfrei versorgt, damit man sie in den nächsten Tagen als hochwertiges Lebensmittel vermarkten kann. Beim anschließenden traditionellen Streckelegen unter dem Klang der Jagdhörner werden im Schein flackernder Feuerbälle die sogenannten Brüche, das sind z.B. kleine Fichtenzweige vom Jagdherrn an die erfolgreichen Schützen mit einem Waidmannsheil überreicht. Alix Coenen geht dabei leer aus, doch es war heute für sie die erste Jagd und sie hat viel gelernt und ist gar nicht traurig darüber, nicht zum Schuss gekommen zu sein. Aber noch ist immer nicht Schluss, denn ein Jagdtag endet in der Regel mit einem gemeinsamen Essen, dem sogenannten Schüsseltreiben. Im Anschluss daran werden noch Alix Coenen und zwei weitere Jungjägerinnen in den Kreis der Jäger durch den sogenannten Jägerschlag aufgenommen. Feierlich untermalt wird diese Tradition mit jagdlicher Musik des Jagdhornbläsercorps Köllertal. Und mit einem dreimal kräftigen „Horrido,jo! Horrido,jo! Horrido,jo!“ gehen dieser Jagdtag und „Direkt dabei: Warten auf Wild – von Hunden und Jägern im Warndt“ zu Ende.