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Im Auge des Leoparden. Ein ökologischer Blick auf koloniale Raubkunst aus Westafrika Obwohl Tiere beliebte Sujets der afrikanischen Kunst im Besitz europäischer Sammlungen sind, interessieren sich Historikerinnen und Historiker angesichts kolonialgeschichtlicher Aufarbeitungsbestrebungen stärker für den Raub und Handel der Objekte als für deren Inhalte. In ihrem Vortrag nimmt Prof. Dr. Stephanie Zehnle die Tierdarstellungen in den Fokus, um mehr über das sich wandelnde Verhältnis von Gesellschaft und Natur in Westafrika zu erfahren. Dieses war bereits im Königreich Benin eng mit der Legitimation und Praxis von Herrschaft und Staatlichkeit verbunden. Am Beispiel der Leoparden zeigt sich der Umgang mit »Wildnis« an der Schwelle zur Ausbeutung, Unterwerfung und Domestikation. Stephanie Zehnle ist Professorin für Umwelt- und Technikgeschichte an der Universität Passau. Aufbauend auf ihrem Studium der Geschichte, arabischen und afrikanischen Sprachwissenschaften (Universitäten Gießen, Marburg und Frankfurt a. M.) beschäftigt sie sich seitdem vorrangig mit der Geschichte des afrikanischen Kontinents und seiner globalen Verflechtungen. Sie promovierte an der Universität Kassel und war anschließend als Postdoc (Universität Duisburg-Essen) und Juniorprofessorin (Universität zu Kiel) an Professuren zur außereuropäischen Geschichte tätig. Durch ihre Forschungen zu vorkolonialen und kolonialen Mensch-Tier-Beziehungen wurde ihr Interesse an ethnographischen Sammlungen als umweltgeschichtliche Quellen geweckt. Der Vortrag ist Teil der Lucian Scherman Lectures.