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Seit der Mitte des 19. Jh. wird die ostfriesische Nordseeinsel Spiekeroog als „Seebad“ bezeichnet, zum Ende des Jh. nahm der Kurgastbetrieb deutlich zu. Mit dem Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg erfuhr der Urlaubsbetrieb eine enorme Steigerung, es war schick, in den Urlaub zu fahren und – man konnte es sich leisten! Für die Seelsorge an Urlaubern und Kurgästen reichte die kleine, alte Inselkirche bei weitem nicht mehr aus, so dass 1961 nach Plänen von Dr. Hans Eschebach die neue Inselkirche als Sommerkirche errichtet wurde. Bis heute ist sie nur zu den hohen Feiertagen und in der Hauptsaison in Gebrauch, ist aber auch sonst tagsüber geöffnet und zeigt sich in einem tadellosen Pflegezustand. Die Kirche zeigt im Äußeren Anklänge an friesische Bauernhäuser und hat mit dem halbrunden Atrium ein nobles, architektonisches Detail erhalten. Der niedrige Turm wurde in friesischer Tradition der Statik wegen etwas abseits errichtet. Im weiten Innenraum wirkt das Zusammenspiel von Dach und Ständern wie ein umgekehrter Schiffsrumpf. Die Kirche wurde schlicht aber sehr hochwertig ausgestattet. Die Mensa des Altares ist aus einer alten Grabplatte gestaltet – Reminiszenz an das Baugelände der Kirche, hier befand sich bis ~1750 der Inselfriedhof. Raumprägend sind die Betondickglasfenster aus der Werkstatt von Heinz Lilienthal in Bremen, die 2019 mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert werden konnten. Obwohl noch jung an Jahren hat das Geläut der Kirche bereits seine Geschichte. Nach derzeitigem Kenntnisstand kamen die auch heute als Geläut dienenden 5 Glocken in der (tief stehenden) Stimmung h‘ cis‘‘ dis‘‘ fis‘‘ gis‘‘ 1961 in den Turm. Die Glocken 1 und 3-5 wurden in der Glockengießerei Bachert, Bad Friedrichshall-Kochendorf gegossen, während Glocke 2 von Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg gegossen wurde, jedoch bereits 1952. Das Geläut hängt in einem Stahlstuhl an Stahljochen. 1963 wurden, ebenfalls bei Bachert, noch 3 weitere Glocken mit den Tönen e‘‘ (vermutlich), ais‘‘ und h‘‘ gegossen. Diese Glocken hingen starr im Ostfenster des Turmes und wurden zusammen mit den anderen 5 Glocken als Glockenspiel, der Kirchenführer der alten Inselkirche spricht von einem „Carillon“, genutzt, welches aber schnell verfiel und nicht mehr in Nutzung ist. Zu einem bisher unbekannten Zeitpunkt wurden die 3 starr hängenden Glocken wieder ausgebaut und die e‘‘ verkauft – ihr jetziger Bestimmungsort ist unbekannt. Die beiden kleinen, inschriftlosen Glocken ais‘‘ und h‘‘ sind in der Kirche abgestellt. Wünschenswert wäre ihre läutbare Einrichtung im Turm. Wenn das Geläut einmal mit vernünftigen Armaturen ausgestattet würde, könnte sich die schon jetzt erkennbare Klangschönheit nochmal enorm steigern. Die zu hörende Aufnahme wird, nach Maßgabe der Inselpastorin, in der für Spiekeroog typischen Reihenfolge 1 3 5 2 4 ein- und in der Reihe 5 3 1 4 2 ausgeschaltet. Ungewöhnlich, aber durchaus reizvoll. Aufnahme: 23.02.2020, im Rahmen eines Sondergeläutes. Außenfoto der Kirche mit den im östlichen Schallfenster hängenden Glocken: https://www.spiekeroog.de/wissenswert... Erstes Innenfoto der Kirche: Postkarte, erworben 1967, Verlag Schöning & Co., Lübeck Alle anderen Fotos eigener Provenienz. Herzlich zu danken ist der Inselpastorin Konstanze Lange für die spontane Ermöglichung eines Sondergeläutes, das Vertrauen und für die Überlassung des Turmschlüssels. Verwendete Quellen/Literatur: Informationen zum Geläut: frdl. Mitteilung durch M. Braun, Burgdorf. Kirchenvorstand der ev.-luth. Kirchengemeinde Spiekeroog (Hrsg.): Christian Lauckner: Die Alte Kirche auf Spiekeroog (Kirchenführer), Spiekeroog 2019. Netzseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur neuen Inselkirche, abgerufen am 03.03.2020: https://www.denkmalschutz.de/denkmal/... Netzseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Sanierung der Kirchenfenster, abgerufen am 03.03.2020: https://www.denkmalschutz.de/presse/a... Netzseite der Kirchengemeinden/Kirchen & Stiftungen Spiekeroog, abgerufen am 02.03.2020: https://www.spiekeroog.de/wissenswert...