У нас вы можете посмотреть бесплатно Interview mit Bürgermeisterkandidat Michael Scholle или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
Если кнопки скачивания не
загрузились
НАЖМИТЕ ЗДЕСЬ или обновите страницу
Если возникают проблемы со скачиванием видео, пожалуйста напишите в поддержку по адресу внизу
страницы.
Спасибо за использование сервиса ClipSaver.ru
Bürgermeisterkandidat Michael Scholle: Schwerpunkte für Bad Driburg Michael Scholle (Jg. 1981), verheiratet, vier Kinder, wohnhaft in Steinheim, seit über 25 Jahren in der Kommunalverwaltung tätig, davon lange in Paderborn und seit fünf Jahren Beigeordneter in Bad Driburg, kandidiert für das Bürgermeisteramt. Er schließt einen späteren Umzug nach Bad Driburg nicht aus. Seine Motivation sieht er in der Verbindung von Verwaltungserfahrung und politischer Gestaltung. Wohnen & Stadtentwicklung Bis 2039 werden rund 1.200 neue Wohneinheiten benötigt, viele barrierefrei. Projekte wie das Engeland-Areal oder Brakeler/Bodensstraße kombinieren geförderten und frei finanzierten Wohnraum. Das neue Baugebiet „Schwalle“ soll Familien ansprechen. Scholle will bei Nahversorgung ein ausgewogenes Konzept verfolgen, um die Innenstadt nicht durch Märkte in Randlagen zu schwächen. Barrierefreiheit ist für ihn – auch wegen seines im Rollstuhl sitzenden Sohnes – ein zentrales Thema. Maßnahmen erfolgen nach Priorität, was teils Kritik auslöst, wenn einfache Verbesserungen nicht sofort umgesetzt werden. Stadtverdichtung erfolgt derzeit in der Südstadt, später soll die Nordstadt folgen. Die Stadt kauft i.d.R. keine privaten Immobilien, kann aber Investitionen über Förderprogramme anstoßen. Ausnahme ist die problematische „Spermaburg“ (Sulburgring 11), deren Übernahme wegen vieler Eigentümer stockt. Innenstadt & Leerstände Mit den Programmen „Sofortprogramm Innenstadt“ und „SEO“ konnten über die Hälfte der geförderten Läden langfristig gehalten werden. Ziel ist eine ausgewogene Branchenmischung, im zentralen Bereich gibt es kaum noch Leerstände. Verkehr & Infrastruktur Eine zeitlich begrenzte Sperrung der Langen Straße wäre aus Sicht Scholle optimal, ist aber rechtlich nicht zulässig – möglich ist nur vollständige Öffnung oder Schließung. Beim Eintritt in den Gräflichen Park verweist er auf die privatwirtschaftliche Entscheidung und einen bestehenden 15-Jahres-Vertrag, betont aber die wirtschaftliche Bedeutung. Heilbadvertrag & Wiesenquelle Die Stadt folgte einer Empfehlung eines privaten Rechtsberaters; ein Gutachten sehe keine Pflichtverletzung. Juristische Schritte gegen Kanzlei würden geprüft, der Rat erhielt Einsicht in den Schriftverkehr, die Pressefreigabe soll erfolgen. Bildung & Betreuung Für Ü3-Kinder gibt es eine vollständige Betreuungsabdeckung, im U3-Bereich bestehen regionale Unterschiede, teils durch private Angebote ausgeglichen. Personalmangel führt zu gelockerter Fachkräftequote. Kita-Beiträge sind kreisweit einheitlich, reduziert und zu über 80 % steuerfinanziert. Die städtische Musikschule ist nicht barrierefrei, bislang wurde jedoch niemand abgewiesen; Kritiker fordern barrierefreien Zugang von Beginn an. Ortsentwicklung & Projekte In Neuenheerse gibt es wieder eine Grundschule in privater Trägerschaft und einen Dorfladen. Sorgen bereitet der verschlammende Stausee; eine Machbarkeitsstudie nennt Kosten von 1–15 Mio. € und eine Laufzeit von 15–20 Jahren. Parallel gibt es positive Entwicklungen wie die Belebung des Zeltplatzes. Kultur & Freizeit Das Friedrich-Wilhelm-Weber-Museum in Alhausen wird in Kooperation mit der Uni Paderborn konzeptionell neu ausgerichtet, Umsetzung mit Drittmitteln ab Ende des Jahres. Mobilität & Klimaschutz ÖPNV: Kombination aus Linienbussen und On-Demand-Angeboten zur Vermeidung leerer Fahrten. Ein Modellprojekt zu autonomem Fahren wird in Paderborn entwickelt, mit Vorteilen für den ländlichen Raum. Photovoltaik auf städtischen Gebäuden wird nur bei wirtschaftlicher Tragfähigkeit installiert; oft verhindern statische Probleme oder lange Amortisationszeiten den Ausbau. Bürgerbeteiligung & Digitalisierung Der Mängelmelder wird technisch überarbeitet und mit einem Geoinformationssystem verknüpft. Ob Bürgeranfragen zu Beginn von Ratssitzungen wieder zugelassen werden, soll nach der Wahl entschieden werden. Streaming von Ratssitzungen ist möglich, setzt aber das Einverständnis aller Ratsmitglieder voraus und verursacht Kosten. Scholle betont insgesamt, strukturelle Voraussetzungen zu schaffen, um private Investitionen und eine ausgewogene Stadtentwicklung zu fördern, statt direkt in den Immobilienmarkt einzugreifen. Das Interview führte Alexander Bieseke. Kamera und Regie: Tobias Kröger