У нас вы можете посмотреть бесплатно Das nordische Modell in der Praxis. Die Erfahrungen eines schwedischen Polizisten. или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
Если кнопки скачивания не
загрузились
НАЖМИТЕ ЗДЕСЬ или обновите страницу
Если возникают проблемы со скачиванием видео, пожалуйста напишите в поддержку по адресу внизу
страницы.
Спасибо за использование сервиса ClipSaver.ru
Eine Zusammenfassung einiger Interviews, die Simon Häggström auf Englisch und Schwedisch gegeben hat: Er verfügt über etwa 15 Jahre Erfahrung als Polizist im Bereich Prostitution und Menschenhandel in Stockholm. Seine Erlebnisse mit dem schwedischen Verbot des Sexkaufs (dem sogenannten Sexkaufgesetz) sind vielschichtig und reichen von der operativen Polizeiarbeit auf der Straße bis hin zu tiefgreifenden persönlichen Einsichten über die Gesellschaft und die Opfer. Hier werden seine wesentlichen Erfahrungen und Erkenntnisse zusammengefasst: Das Gesetz als Schutzinstrument 1) Häggström betrachtet das schwedische Gesetz, das den Kauf sexueller Dienstleistungen unter Strafe stellt, als das wichtigste Werkzeug im Kampf gegen den Menschenhandel. Gleichstellung und Opferschutz: Das Gesetz basiert auf der Perspektive, dass es in einer modernen Gesellschaft nicht akzeptabel ist, dass Frauen und Kinder gekauft und verkauft werden. Es zielt darauf ab, die Nachfrage zu verringern und die „Stimme der Stimmlosen“ zu sein – also jener Frauen (oft aus Nigeria oder Rumänien), die durch organisierte Kriminalität ausgebeutet werden und selbst nicht in Talkshows zu Wort kommen. Mythos des Untergrunds: Häggström tritt dem Argument entgegen, dass Prostitution durch das Verbot lediglich in den Untergrund wandere und unsichtbar werde. Er erklärt, dass die Polizei die Anzeigen im Internet genauso leicht finden kann wie die Käufer. Durch Observationen von Wohnungen und das Abhören von Verhandlungen über Preise oder sexuelle Handlungen sammelt die Polizei Beweise. 2) Erfahrungen mit Sexkäufern In seiner Arbeit konfrontiert Häggström regelmäßig Männer aus allen Gesellschaftsschichten. Stigmatisierung und Scham: Der Sexkauf ist in Schweden mit großer Scham behaftet. Viele Männer gestehen die Tat sofort, um einen öffentlichen Prozess zu vermeiden. Häggström berichtet, dass Käufer oft ihr gesamtes soziales Leben und ihren Beruf riskieren, nur um Sex zu kaufen – eine Triebkraft, die er als enorm mächtig beschreibt. DNA-Abgleiche: Ein interessanter Aspekt seiner Arbeit ist, dass die Polizei von verhafteten Sexkäufern DNA-Proben nimmt. Diese werden mit ungeklärten Straftaten abgeglichen, was bereits zu Treffern bei ungelösten Vergewaltigungsfällen geführt hat. 3) Einblicke in den Menschenhandel Häggström beschreibt die Prostitutionswelt als eine hierarchische Struktur, an deren unterem Ende oft nigerianische und rumänische Frauen stehen. Nigerianisches Trafficking: Er macht auf die Einzigartigkeit des nigerianischen Menschenhandels aufmerksam, der oft mit Voodoo- oder Juju-Ritualen arbeitet. Frauen werden durch religiöse Schwüre und immense Schulden (oft bis zu 100.000 Euro) an ihre „Madames“ gebunden. Für diese Frauen ist der Schwur eine absolute Wahrheit, was eine Flucht fast unmöglich macht. Die „Loverboy-Methode“: Bei rumänischen Netzwerken erlebt er oft, dass Männer junge Frauen durch vorgetäuschte Liebe manipulieren und sie dann in Schweden zur Prostitution zwingen. 4) Kritik am schwedischen Justizsystem Trotz des Sexkaufgesetzes sieht Häggström erhebliche Mängel im schwedischen Rechtssystem bezüglich der Bestrafung von Hintermännern. Zu milde Strafen: Er kritisiert, dass Zuhälter Gefängnisaufenthalte in Schweden teilweise wie einen „Hotelaufenthalt mit Golf“ beschreiben. Menschenhändler seien nicht an Resozialisierung interessiert, sondern nur am Profit durch die Ausbeutung von Frauen. Er fordert deutlich spürbarere Haftstrafen, die eine abschreckende Wirkung haben. Übrigens: Es gibt auch schon Männerinitiativen für ein Verbot der Prostitution: Unter dem Titel "Zeromacho" sind sie (jedenfalls in Frankreich und in Deutschland) aktiv.